Soldaten und-Reservistenkameradschaft ehrt Mitglieder - Kritik an Schlagzeilen
Nicht auf der Truppe rumreiten

Lokales
Brand
27.02.2015
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Die Soldaten und-Reservistenkameradschaft traf sich zur Jahreshauptversammlung, um verdiente Mitglieder auszuzeichnen und Rückschau auf eine erfolgreiche Zeit zu halten. Mit der Ehrennadel des BSB wurden für 20 Jahre Reinhold König und Reinholt Schultes ausgezeichnet. 15 Jahre ist Werner Latteier dabei. Als "Kamerad des Jahres" erhielt Volker Schermberg ein zum Pokal umgearbeitetes Artilleriegeschoss. Käthe Bruckscherer-Krieg, Annemarie Wegmann und Ingo Pürner erhielten für besondere Leistungen die neu ins Leben gerufene Vereinsmedaille.

Kreisvorsitzender Thomas Semba skizzierte, dass die SRK weit über den Ort hinaus bekannt sei. Klare Worte fand er angesichts der seit Jahren herrschenden Schlagzeilen zu den Ausrüstungsmängeln der Bundeswehr. 2003 seien in Kabul bei einem Selbstmordattentat vier Bundeswehrsoldaten getötet und 29 verletzt worden, erinnerte er. Ein mit 150 Kilogramm Sprengstoff beladenes Taxi sei neben einem Bundeswehrbus explodiert. Von diesen 29 Verletzten seien 25 innerhalb von 24 Stunden in einem Bundeswehrkrankenhaus in Deutschland gewesen. Die anderen vier nach spätestens 72 Stunden. So hätten sie alle letztendlich überleben können. "Nur derartig großartige Leistungen der Sanitätstruppe oder auch anderer Truppenteile der Bundeswehr in den letzten Jahren werden leider nicht an die große Glocke gehängt", kritisierte er. Weil diese wohl nicht schlagzeilenträchtig genug seien. Niemand bedauere die derzeitigen Ausrüstungs- und Personalmängel mehr als die aktive Truppe. Sie leide darunter. "Es ist meiner Meinung nach kontraproduktiv, wenn die Bundeswehr, die seit Scharping kaputt gespart wird und seit Guttenberg die Wehrpflichtigen nicht mehr einzieht, auch noch ständig durch den Kakao gezogen wird." Semba überreichte den Kameraden auch eine vom Kirchenlaibacher Vorsitzenden Marcus Köppel erstellte Mustersatzung zur Eintragung ins Vereinsregister.

Voll des Lobes war Vorsitzender Willibald Würstl, insbesondere für die Sammler der Kriegsgräberfürsorge mit Käthe Bruckschlegel-Krieg und Bernhard Schultes. Den Gemeindebürgern galt sein Lob für die großzügige Unterstützung der Sammlung. Cäcilia Gerlang und Andrea Schwab pflegten das Heldendenkmales. Volker Schermberg hält das Vereinsgeschehen in Ton und Bild für das Internet fest.

In Nachwahlen zur Vorstandschaft wurden Ingo Pürner als Kassier und Helmut Gerlang als Reservistensprecher einstimmig gewählt. Kamerad Marcus Philipp stellte den Antrag, einen Reservisten-Leistungsmarsch einzuführen. Er erklärte sich dazu bereit, diesen zu organisieren. Kreisvorsitzender Semba lud zum "125-Jährigen" der KSK-Kirchenlaibach am 4. und 5. Juli ein.
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