Vier- bis fünftausend Besucher beim Schaffest - 70 Anbieter belegen zusätzliche Flächen um ...
Von Kopf bis Fuß auf Schafe eingestellt

Lokales
Brand
24.09.2015
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"Wenn der Regenguss vorbei ist, fahren wir schnell nach Brand zum Schaffest, bevor der nächste kommt!" Das müssen sich wohl die Besucher des dritten Schaffests gedacht haben - denn kaum war der letzte Tropfen nach Mittag gefallen, fielen sie ins Dorf ein, besetzten Parkplätze, schoben sich an den Ständen vorbei, stellten sich an den Essensständen an oder ließen sich auf den Bänken zum gemütlichen Bier nieder.

Das überraschte die Macher des Fests. Der Fichtelgebirgsverein Brand (FGV) und die Kleintierzüchter Kulmain, der Fischerclub Ebnath und die Dorfschänke Fuhrmannsreuth warteten mit einem Speisenangebot mit drei Gerichten vom Schaf, warmen Gerichten aus Fisch, Kaninchen sowie asiatischen Speisen auf. Vier- bis fünftausend Besucher waren zur Freude des Teams um Stefan Jungnickl gekommen. Die Gäste nutzten das Angebot, am Abend waren nur noch ein paar Semmeln zu haben. 60 Kuchen, von Brandern gespendet, hatten am Nachmittag schnell ihre Abnehmer gefunden.

Verteidigung wichtig

Überhaupt war eine Pause zwischendurch nötig. Denn wer alles sehen wollte, hatte genug zu tun, die ehemalige Kindergartenwiese abzulaufen, die Stände am Schulhof zu erkunden und schließlich auch den Namensgebern des Fests einen Besuch abzustatten. Die schauten sich durch die Zäune ihrer Absperrungen das bunte Treiben am Basshaus an.

Auch wenn das Schaffest schon zum dritten Mal über die Bühne ging, entdeckten die Besucher wieder viel Neues. Ein echter Wanderschäfer präsentierte vier Rassen aus seiner Herde mit seinem Herdenschutzhund, der die Schafherde vor Angriffen anderer Tiere verteidigt. Besonders nach der Rückkehr von Wölfen in manchen Gebieten der Republik war dieses Thema wichtig.

Axel Götte (Nagel) führte wieder die Arbeit seines Border Collies vor, der Schafe zusammentrieb und dann ins Gehege führte. Neu waren die Shropshire-Schafe als ökologische Pfleger der Fuchsmühler Christbaumplantage. Anziehungspunkte für Kinder waren die Kleintierausstellung mit Streichelzoo der Kulmainer Züchter und das Glücksrad, das mit Preisen der Sheepworld AG nur Gewinne kannte.

Das Teilnehmerfeld des Schaffests ist auf rund 70 Anbieter angewachsen. Erstmals wurden auch zusätzliche Flächen um den Mehrzwecksaal belegt. Neben vielen in der Region bekannten handwerklich Kunstschaffenden war verstärkt Gartenschmuck vertreten. Entsprechend waren viele Besucher mit viel Gepäck zu sehen. Der Gewinn von Direktvermarktern, für die der FGV eine Plattform bieten will, stellt sich bei kleinen Betrieben nicht immer einfach dar.

So mussten zwei interessante Anbieter absagen, nachdem ihnen nach Bauernmärkten der Vorwoche die Vorräte ausgegangen waren. Die Veranstalter vom FGV Brand stellten fest, dass das Einzugsgebiet der Besucher mittlerweile auf bis zu 50 Kilometer angewachsen ist. Auch zeitgleiche Veranstaltungen in der Region waren keineswegs Konkurrenz, sondern eher Anreiz für den Besuch mehrerer Ereignisse auch bei weiter Anfahrt.

Entspannter Markt

Weitgehend positiv war auch die Resonanz der vertretenen Händler. Günther Kuhbandner und Gerald Hoch vom FGV hörten immer wieder, dass das Schaffest zu den schönsten und durch die großzügigen Platzverhältnisse zu den entspanntesten Märkten im Jahresverlauf gehört. Nicht immer so gut war die Reaktion der Besucher auf die umfassend strengen Halteverbote und Verwarnungsgelder für Falschparker im ganzen Gemeindegebiet. Die Sperrung der Max-Reger-Straße dagegen wurde allgemein begrüßt. Hier wird sich der FGV mit den zuständigen Behörden sicher bis zur nächsten Auflage noch einmal zusammensetzen. Dafür bleibt Zeit, denn das nächste Schaffest ist wegen anderer Veranstaltungen unter Einbindung der Brander Ortsgruppe erst 2017.

Der FGV dankt allen Helfern und Unterstützern für Kuchenspenden, der Mithilfe beim Ausschank und Speisenverkauf sowie beim Auf- und Abbau. Dank gilt auch der Gemeinde sowie der Grundstückseigentümer und -pächter für die Flächen für Markt und Parkplätze sowie das Verständnis wegen der Beeinträchtigungen am Sonntag.
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