Der Gemeindrat Neusorg bewältigte eine umfangreiche Tagesordnung
Neusorg verabschiedet den ersten Nachtragshaushalt und die Kosten des Sanierungsentwurfs des Bahnhofgebäudes sind gestiegen

Politik
Brand
28.11.2016
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Neusorg. (kkl) Große Themen standen auf der Tagesordnung des Gemeinderats: die Erneuerung der beiden Tiefbrunnen, Umbau des Bahnhofsgebäudes und Neugestaltung der Media- brache. Zu allen drei Punkten hatte Bürgermeister Peter König Neuigkeiten.

Zu den Tiefbrunnen (TB) hatte Lina Anetzberger vom Ingenieurbüro Piewak gute Neuigkeiten. An beiden Brunnen habe sich die Situation verbessert. An Brunnen 1 wurden Pumpe, Förderinstallation und Rohre erneuert. Eine Kamerabefahrung zeigte nur geringe Beläge, eine chemische Reinigung war nicht nötig. Das Hauptwasser kommt aus einer Versuchsbohrung. Ein Ausbau dieser Bohrung würde aber den Kostenrahmen von 130 000 Euro um 14 600 Euro übersteigen. Dies sei nicht wirtschaftlich. Anetzberger empfahl, in Extremfällen Wasser über den Verbund "Oberes Fichtelnaabtal" zu beziehen. Die Untersuchung des Brunnens 2 habe am Bohrloch eine Abweichung von drei Metern festgestellt. Bürgermeister Peter König benannte, was man sich unter "Extremfall" vorzustellen hat: Wenn in trockener Zeit "ein Wasserrohrbruch dazu kommt". Die beiden Brunnen können miteinander 330 Kubikmeter Wasser am Tag liefern, im Extremfall könnte der Verbrauch auf 450 Kubikmeter ansteigen.

Für den Abriss der "Mediabrache" sei für 2017 die zweite Förderrate zu beantragen, erklärte Peter König. Begrünung, Versetzung der Wasserzisterne sowie ein Fußweg in Richtung Talstraße könnten eventuell gefördert werden. Die Entkernung durch die Firma Plannerer habe begonnen. An der nördlichen Seite des Areals soll eine Allee und ein Fußweg mit LED-Straßenbeleuchtung von Talstraße zur Kehlgasse entstehen. Die Zisterne muss versetzt werden. Das Gremium meldete 150 000 Euro an Gesamt- und Nebenkosten für 2017 an.

Zu Umbau und Sanierung des Bahnhofsgebäudes stand die Anerkennung der geänderten Entwurfsplanung an. Innenarchitektin Maja Ruesch vom Architekturbüro Peter Kuchenreuther in Marktredwitz erläuterte die Pläne. Die Änderungen führen zu einem Kostenanstieg von 1,414 auf 1,683 Millionen Euro. Allerdings steige auch der Fördersatz von 70 auf 90 Prozent. 991000 Euro Fördermittel sind zugesagt. Das Gremium stimmte dem Bauantrag zu. Ganz glücklich waren die Räte jedoch nicht, denn wie viel Fördermittel es tatsächlich gibt, ist noch unklar: "Dies führt uns an die Grenzen", erklärte Dr. Günther Fütterer (CSU). Bürgermeister König stimmte zu. Dieter König erklärte, dass Mieteinnahmen durch Arztpraxis und Bahn sicher seien. Diese sollten den Schuldendienst halbwegs decken. Wie hoch die Förderung sein wird, sei nicht sicher, so der Bürgermeister. Dies müsse mit der Regierung Oberpfalz abgeklärt werden. Der Gemeinderat sei sich der Riesenaufgabe bewusst.

InfoKeine Einwände gab es zur Änderung des Regionalplans. Kein Ort der VG sei davon betroffen. Gerhard Fröhlich regte an, anlässlich der Parksituation am Seniorenwohnhaus einen Parkplatzhinweis am Feuerwehrhaus anzubringen. (kkl)
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