Gemeinderat Brand
"365-Tage-Konzept"

Politik
Brand
09.04.2016
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Wie kann das brachliegende Freibadgelände wieder einer sinnvollen und finanziell erschwinglichen Nutzung zugeführt werden? Zu diesem Thema hatte die Firma Aringer ein Konzept erstellt, das jetzt den Räten vorgestellt wurde.

Den Vorstellungen Aringers nach muss es sich um ein "365-Tage-Konzept" handeln, damit ganzjährig Einnahmen gesichert sind, zudem sollte das Objekt ein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Konkret heißt das, dass eine Halle mit entsprechender Gastronomie in Planung ist, die für Vereins- und Familienfeiern genutzt werden kann. Auch die Nutzung für sportliche Betätigung ist gegeben, ebenso ein Wellnessbereich.

Darüber hinaus soll ein spezielles Kinderparadies entstehen mit Streichelzoo oder Reitmöglichkeit. Das Projekt ist mit drei Millionen Euro angesetzt. Für die Finanzierung sollen auf der ehemaligen Liegewiese Ferienhäuser entstehen, mit einer Aufteilung des Grundstücks zu 60 Anteilen von je 50 000 Euro mit gesichertem Erbbaurecht für 40 Jahre sowie einer Gewinnbeteiligung. Investoren können sowohl Private, sowie Firmen und Behörden sein. Eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde ist nicht angedacht.

Weiteres Thema war die Fortschreibung des Haushalts-Konsolidierungsgesetzes. Trotz der Ablehnung einer Gewährung von Stabilisierungshilfe 2015 will man weiterhin eine Fortschreibung anstreben. Dazu wurden weitere Einsparungen beraten. Forciert werden soll unter anderem der Verkauf eines Bauplatzes, die Reduzierung des Schuldenstandes und die Kündigung der Mitgliedschaft im Geo-Park.

Bürgermeister König informierte, dass auf Anfrage der Gemeinderäte ein eingereichter Bauantrag zum Neubau eines Einfamilien-Bungalows mit Doppelgarage vom Landratsamt Tirschenreuth genehmigt wurde. Die Gemeinde hatte dazu im Vorfeld nur das Einvernehmen nach Prüfung der abwasser- und wassertechnischen sowie straßenmäßigen Erschließung erteilt. Die vier Brander Begrüßungstafeln bedürfen einer Sanierung. Dazu hatte man Angebote eingeholt. Allerdings bevorzugten die Räte eine Neuanschaffung, Vergleichsangebote zu den Kosten sollen eingeholt werden. Eine der Tafeln soll von Grünberg an den Ortseingang nahe der Einmündung Jahnstraße versetzt werden.

In der Sitzung vom 14. März hatte man mit der Katholischen Kirchenstiftung Brand eine neue Vereinbarung geschlossen, betreffend den Erweiterungsbau des Kindergartens mit der Kostenaufteilung 84 zu 16 Prozent. Nun hatte das Bistum Regensburg mitgeteilt, dass eine Deckelung besteht, die nur die von der Regierung anerkannten förderfähigen Kosten betrifft. Den tatsächlichen Kosten in Höhe von 509 000 Euro stehen förderfähige Kosten von 504 500 gegenüber. Die Differenz von 4500 Euro wäre von der Gemeinde zu tragen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Gemeinde und Kirchenstiftung wurde anerkannt.

Die Helfer vor Ort Neusorg bitten um finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges. Eine etwaige Beteiligung soll bei der Haushaltsvorberatung diskutiert und eventuell eingearbeitet werden. Bei dieser Gelegenheit war auch zu erfahren, dass der diesjährige Haushalt durch die Aufsichtsbehörde genehmigt ist, die haushaltslose Zeit ist somit um.
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