Exkursion von KAB und Katholischer Erwachsenenbildung
Unsere Heimat kennenlernen

Vermischtes
Brand
27.07.2016
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Die KAB Brand und die Katholische Erwachsenenbildung Tirschenreuth luden zur Exkursion "Unsere Heimat kennenlernen" auf den Waldstein ein. Unter der Leitung von Obmann Stefan Jungnickl gingen die 14 Teilnehmer zum "Bärenfang", der urkundlich erstmals am 3. April 1656 erwähnt wurde.

Das aus Granitquadern errichtete Gebäude diente als Raubtierfalle, nachdem im 30-jährigen Krieg die Raubtiere im Fichtelgebirge über Hand genommen hatten. Der gefangene Bär, der durch einen innen ausgelegten Köder angelockt wurde und dabei das Herabfallen der eisernen Gitter auslöste, musste lebendig beim Bayreuther Markgrafen abgeliefert werden.

Auf dem Jägersteig gelangten die Teilnehmer zum Arnsteinfelsen. Auf einem rund 30 m hohen Felsenturm wurde eine Aussichtskanzel errichtet. Auf dem Gipfelrundgang über den Großen Waldstein erhebt sich eine mächtige Felswand mit den Resten der Umfassungsmauern der ehemaligen Hauptburg, "Rotes Schloss" wegen seines damaligen Ziegeldaches genannt. Durch die Burgpforte gelangen sie über Steinstufen in den Innenhof, in dem sich früher verschiedene Gebäude (Torhaus, Wohnturm, Zisterne) befanden.

Die Burg wurde im 14. Jahrhundert von den Herren von Sparneck erbaut, 1523 wurde sie vom Schwäbischen Bund zerstört. Vor der Burgpforte erhebt sich ein mächtiger, nach oben sich erweiternder Felsblock mit ovaler Platte, der sagenumworbene Teufelstisch. Nach der Sage spielten die Teufel hier ihr wildes Kartenspiel. Am nordöstlichen Fuß des Schüsselfelsens gibt es Maurerreste der Ostburg, um 1100 angelegt, um 1300 wegen Anlage der Hauptburg aufgegeben.

Die "Schüssel", eine wild übereinander getürmte Felsgruppe ist über Steinstufen und Holztreppen begehbar. Über den Granitturm erreichte die Gruppe den Aussichtspavillon. Von hier aus hatte sie einen schönen Blick übers Fichtelgebirge und den Frankenwald.
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