Große Schar an Gläubigen beim 25jährigen Jubiläum des Kapellenbauvereins
Kapelle ist Mittelpunkt des Dorflebens

Seit 25 Jahren gibt es den Kapellenbauverein Fuhrmannsreuth. Seit der Einweihung am 10. September 1995 werden in der Kapelle regelmäßig Gottesdienste und Andachten abgehalten. Bild: ld
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30.08.2016
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Das 25. Priesterjubiläum des Waldershofer Pfarrers Bernd Philipp war Anlass für das eine oder andere besondere Geschenk. Bild: ld

Gleich mehrere Anlässe hatten die Ortschaft Fuhrmannsreuth für ein schönes Fest am sonnigen Wochenende: Jubiläum der Kapelle, Priesterjubiläum und die Orgelweihe

Fuhrmannsreuth. (ld) Mit großer Freude begrüßte Pater Joy zum "25-Jährigen" des Kapellenbauvereins die große Schar der Gottesdienstbesucher. "Eine Kapelle kann sich nicht alleine verwalten. Es braucht Menschen, die sich darum kümmern", sagte der Geistliche. Allen Wohltätern, den Lebenden und den Toten sollen die Gebete der heiligen Messe gelten.


Eine Kapelle sei der Mittelpunkt des Dorflebens. Pater Joy dankte allen Mitgliedern des Kapellenbauvereins für ihren Beitrag zum Bau und zum Unterhalt des Kirchleins. Sein besonderer Dank galt Monika Brucker, die für den Kirchenschmuck sorgt und Alfons Brucker, der die Mesnerdienste übernommen hat und sich um alle organisatorischen Aufgaben kümmert.
Im Leben der Menschen gebe es manchmal Momente, in denen man sich frage, ob sich das Leben denn überhaupt noch lohnt, begann Pfarrer Philipp seine Predigt. Er erinnerte an die schlimmen Ereignisse der letzten Wochen. Das Vertrauen sei erschüttert wegen unlösbar erscheinender Zukunftsprobleme im Leben des Einzelnen wie im großen Geschehen der Welt. Da gelinge es schwer, Hoffnung wachzuhalten und Zukunft zu schaffen, denn hinter allem stehe die Frage nach dem Sinn, nach Sinnerfüllung oder Sinnlosigkeit, die Frage nach dem Weiterleben oder einem Ende im Nichts. Es gehe um diese unsere tragische Welt der Angst, des Schmerzes und der Todesverfallenheit, um Existenzangst überhaupt. Auf diesem Hintergrund würden die Christen das Fest "Maria als unsere Königin" feiern, der auch die Kapelle von Fuhrmannsreuth geweiht ist. Das Fest könne Antwort geben auf die Frage nach Sinn und Zukunft. Es gebe sogar eine ganz konkrete Antwort: "Es weist einfach auf die Lebensgeschichte eines Menschen hin, auf Maria. Von ihr bekennt die Kirche, dass sich an ihr alles verwirklicht hat, was der Schöpfer dem Menschen verheißt, was Sinn und Ziel unseres Lebens ist."

Kapelle seit 1995


An Maria habe sich bereits erfüllt, was in der Auferstehung Christi grundgelegt wurde. Die Vollendung Mariens bei Gott sei auch eine Mahnung im Blick auf das Menschenbild dieser Tage. Es stehe heute nicht gut um die Einschätzung des Menschen, seines Lebens, seines Leibes.

Das Fleisch werde bis zum Ekel vergötzt, anderseits würden die Leiber missbraucht, erniedrigt, gefoltert, geschändet, gemordet, wobei die Skala von den kriegerischen Massenvernichtungen bis hin zur Tötung ungeborener Kinder reiche. Das Fest Maria Königin erinnert daran, dass der Mensch kostbar ist und dass auch sein Leib nicht zur Vergänglichkeit, sondern zur Verklärung bestimmt ist. Im Anschluss an den Gottesdienst forderte der Vorsitzende des Kapellenbauvereins, Alfons Brucker, zum Totengedenken auf. Die Blaskapelle intonierte dazu "Ich bete an die Macht der Liebe". Ehrungen beschlossen den offiziellen Teil des Tages.


Dazu gab Bürgermeister Ludwig König einen kurzen Rückblick auf die Baugeschichte. Seit der Einweihung am 10. September 1995 würden in der Kapelle regelmäßig Gottesdienste und Andachten abgehalten.
Besonders erwähnt wurde Alfons Brucker als Motor des Vereins und seit nunmehr 25 Jahren auch Vorsitzender. Margarete Biegerl kümmert sich um die Reinigung der Kapelle und fungiert als Rosenkranzvorbeterin. Max Prechtl ist zweiter Vorsitzender und sorgt für ein sauberes Umfeld.


Alle 22 Gründungsmitglieder erhielten eine Urkunde und ein Geschenk. Der kirchliche Teil des Jubiläums endete mit einer Marienandacht.

Eine Kapelle kann sich nicht alleine verwalten. Es braucht Menschen, die sich darum kümmern.Pater Joy


Dreifacher Grund zum FeiernFuhrmannsreuth. (ld) Gleich drei Anlässe feierten die Fuhrmannsreuther am Wochenende: das 25-jährige Bestehen des Kapellenbauvereins, das 25-jährige Priesterjubiläum des Waldershofer Pfarrers Bernd Philipp und die Segnung der neuen Orgel der Kapelle. Nach einem Festzug vom Feuerwehrgerätehaus zur Kapelle unter der Klängen der Original Fichtelgebirgskapelle Mehlmeisel unter der Leitung von Franz Pscherer, die auch den Gottesdienst umrahmte, galt es zunächst, an die Priesterweihe von Bernd Philipp zu erinnern. Seine Wurzeln mütterlicherseits liegen in Fuhrmannsreuth. Deshalb hatten ihm die Fuhrmannsreuther damals auch einen Empfang bereitet. Nachdem Reinhard Bauer die vielfältigen Aufgaben eines Priesters herausgestellt hatte, erinnerte Philipp an diesen Tag und konnte sich über ein Bild von der Kapelle freuen, das ihm die drei Fuhrmannsreuther Vereine überreichten. Pater Joy beschrieb den Werdegang des Priesters, gratulierte ihm zum Jubiläum und wünschte weiterhin viel Freude im Dienst des Herrn. Den anschließenden Gottesdienst zelebrierte er zusammen mit Pfarrer Philipp. (ld)

Fuhrmannsreuth. (ld) Zum 25-jährigen Bestehen der Kapelle von Fuhrmannsreuth stand noch ein besonderes Ereignis an: die neue elektronische Orgel bekam den gebührenden Segen. Die Anschaffung war nötig geworden, nachdem die bisherige Orgel immer wieder Probleme bis zum Totalausfall machte.

Bezuschusst wurde die Orgel von der Pfarrei Brand sowie von der evangelischen Pfarrei, weshalb auch der Waldershofer Pfarrer Andreas Kraft an diesen Feierlichkeiten teilnahm.

Pater Joy sprach zum Abschluss des Gottesdienstes das Segensgebet, segnete das Instrument und besprengte es mit Weihwasser. Zum Schlusslied "Großer Gott, wir loben dich", erklang die Orgel zusammen mit der Blaskapelle zum ersten Mal.
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