Im Sinne Max Regers
Sänger ehren Sänger

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Im Max-Reger-Zimmer versammelte sich der Männergesangverein "Max Reger" zur Ehrungs-Matinee. Bilder: ld (2)
Vermischtes
Brand
30.03.2016
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Es ist Tradition beim Männergesangverein "Max Reger", langjährige Mitstreiter zu würdigen. Und es ist eine Selbstverständlichkeit, sich an diesen Ehrungs-Matinees zu beteiligen, was stets vollzählige Anwesenheit zur Folge hat. Das Max-Reger-Gedächtniszimmer ist dafür ein optimaler Ort.

In diesem Jahr wurde Hans Scherm, langjähriges Mitglied des Vorstands und seit 16 selbst Vorsitzender, für 50 Jahre aktives Singen geehrt. "Singen ist Leben", ein häufig gesungener Chorsatz ist ebenso obligatorisch wie ein Satz von Max Reger, in diesem Jahr "Tanzchor".

Gewünscht hatte sich der Jubilar außerdem "Das Dörfchen" von Franz Schubert sowie "Heast as net" nach Hubert von Goisern. Stellvertretender Vorsitzender Gerhard Lindner ließ die aktive Zeit des Vorsitzenden Revue passieren, nannte seine Tätigkeit als Notenwart, seinen Wechsel vom zweiten Tenor in den zweiten Bass, sein Engagement im Veranstaltungsausschuss und schließlich als zuverlässigen, einsatzfreudigen und immer hilfsbereiten Sängern die Wahl zum Vorsitzenden im Januar 2001. Als sehr geselliger Mensch würde der Vorsitzende nach der Chorprobe meist als einer der letzten das Lokal verlassen. Als Geschenk übergab ihm sein Stellvertreter eine geschmückte Orgelpfeife der alten Orgel, mit einer Widmung versehen; eine direkte Verbindung zu Max Reger. Denn seine Frau Elsa hatte bei ihrem Besuch 1938 genau 5000 Mark für die Orgel gespendet.

Große Überraschung


Große Überraschung für den Jubilar. Der ehemalige Vorsitzende des Sängerkreises Nordoberpfalz, Herbert Kick aus Pleystein, mit dem Scherm eine besondere Freundschaft verbindet, war zur Ehrung nach Brand gekommen. Er begann seine Laudatio mit einem Dank an den MGV "Max Reger" für die aktive Chorarbeit und das große Pensum. Seine Worte waren ein überzeugendes Plädoyer für das Ehrenamt.

Drei Millionen Menschen befassen sich aktuell mit Musik und Chorgesang. "Sie leisten mehr als der normale Staatsbürger, weil sie viel Zeit und Energie investieren." Solche Idealisten würden Menschen auch Freude bereiten und Feste und Feiern mitgestalten. "Was wäre in Brand und Umgebung, wenn es keine Vereine gäbe?" Die Ehrung von Hans Scherm freue ihn besonders, weil er mit ihm lange zusammenarbeiten durfte. Eine solche Ehrung bedeute auch Ermutigung, alles zu tun, damit weiterhin musiziert werden kann. "Ein Volk, das nicht mehr singt, ist wie ein stummer Vogel: ein trauriger Anblick."

Der Vorsitzende der Sängergruppe "Max Reger", Siegmar Bräutigam, schloss sich den Glückwünschen an. "Singen im Chor verbindet Menschen", stellte Bürgermeister Ludwig König fest, der das musikalische Niveau der Gruppe hervorhob.
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