Ludwig König wird 70
Flüchtlinge als Zeremonienmeister

In den acht Jahren als Bürgermeister hat Ludwig König schon viele bedeutende Projekte in Brand mit auf den Weg gebracht. Mit seinen Mitstreitern und den Vereinen feiert er heute Abend den runden Geburtstag. Bild: ld
Vermischtes
Brand
01.06.2016
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Wenn sich heute die Tür zum Mehrzwecksaal öffnet, wird man sich vermutlich etwas gedulden müssen, um dem zu gratulieren, der zu diesem Abend eingeladen hat. Bürgermeister Ludwig König feiert seinen 70. Geburtstag im Kreise derer - Vereine und Verwaltung einbezogen - mit denen er seit vielen Jahren zusammenarbeitet, die ihn mögen und schätzen.

Gradlinig und bescheiden


Bescheidenheit und Geradlinigkeit sind es, die ihn so beliebt machen, dazu seine Freundlichkeit, mit der er stets jedermann begegnet, und seine Hilfsbereitschaft. Sie machen ihn zu einem Menschen, ohne den vieles in Brand wohl nicht so gut laufen würde. Ihm selbst wird das Betreten des Saales viel Freude bereiten. Die Flüchtlinge - "seine" Flüchtlinge - haben ihn mit Michaela Schmidt, eine seiner Mitarbeiterinnen bei der Betreuung der Fremden, vorbereitet. Er kennt jeden der derzeit 36 Asylbewerber beim Namen. Ihnen zu helfen und ein angenehmes Leben in der Gemeinde zu ermöglichen, ist König eine Herzensangelegenheit.

Als am Sonntag der "Tag der Begegnung" stattfand, machte die Tatsache, dass wirklich alle ausnahmslos anwesend waren, niemanden glücklicher als den Jubilar. Und als sich der Mehrzwecksaal gut gefüllt hatte und mit Musik und Tanz richtig gute Stimmung aufkam, war für ihn ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen.

Seit 2008 ist Ludwig König Bürgermeister der Gemeinde Brand. Davor war er - nur von einer Wahlperiode unterbrochen - seit 1976 Gemeinderat. Die Pflegebedürftigkeit seiner Mutter hatte ihn damals veranlasst, auf eine Kandidatur zu verzichten.

Seine Art und Weise, Werte zu leben und vorzuleben, lassen ihn als ein Gemeindeoberhaupt erscheinen, an das man sich gerne wendet in der sicheren Annahme, dass das Anliegen auch Gehör findet. In Königs Amtszeit fallen wichtige Projekte wie Kindergartenerweiterung, Ausbau des sogenannten "Kirchenstaates" sowie Fortsetzung und Beendigung von Flurbereinigung und Dorferneuerung. Derzeit aktuell sind der Ausbau der Sonnenstraße sowie Aktivitäten um die zahlreichen Leerstände in Brand und das weitere Vorgehen bezüglich Freibadbrache.

Stolz auf Missionskreis


Seine Tätigkeit beschränkt König keineswegs auf die Gemeinde. Seit Jahrzehnten macht er Lektorendienst in der Kirche. Er gehört der Kirchenverwaltung an und ist auch einer der führenden Köpfe des Missionskreises. Wenn er von den mittlerweile 130 000 Euro berichtet, die er mit einigen Mitarbeitern seit den 1980er Jahren gesammelt und an Missionsprojekte überwiesen hat, fällt schon auch einmal das Wörtchen "stolz". Das aber nimmt er keineswegs für sich in Anspruch, sondern bezieht alle ein, die zu diesem grandiosen Erfolg beigetragen haben.

Ludwig König ist in vielen Vereinen aktiv, die KAB leitet er als Vorsitzender. Die Frage nach der erwarteten Zahl der Geburtstagsgäste mag er nicht beantworten: "Nicht abschätzbar." Ganz sicher werden die beiden Chöre ihm am frühen Abend ein Ständchen singen, bevor sie um 19 Uhr zur Probe in die Kirche gehen, um sich auf das "Stoiber-Konzert" am kommenden Sonntag vorzubereiten. Kultur und das Reger-Jahr 2016 sind ein weiterer Bereich, in den sich Ludwig König gut eingearbeitet hat, in dem er sich wohlfühlt und sich mit aller Kraft engagiert.
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1 Kommentar
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Hans - Peter Kastner aus Brand | 01.06.2016 | 13:09  
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