Missionskreis trifft Schwester Christin aus Südafrika
Zu wenig Essen für alle

Die Mitglieder des Missionsausschusses, Uschi König, Erika Doleschal (von rechts) sowie Ludwig König (Zweiter von links), trafen Schwester Christin (links) im Apostolatshaus in Hofstetten. Dort hält sich die Missionarin derzeit bei ihrer Schwester Ecclesia (Dritte von links) auf. Bild: ld
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26.02.2016
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Seit Jahren unterstützt der Missionskreis der Pfarrei Schwester Christin Gruber bei ihrer Arbeit in Südafrika. Neben Benefizkonzerten, die Spenden für die Missionsstation erbrachten, hat die Fichtelnaabtalschule in Ebnath mehrere Projekte umgesetzt, um zur finanziellen Unterstützung beizutragen.

Es ist eines von vielen Slums in Südafrika. Dort leben Menschen, die sich Arbeit, medizinische Hilfe und Bildung für ihre Kinder erhoffen, am Rande des Existenzminimums. Die Schwestern tun ihr Möglichstes, um wenigstens für etwas Besserung zu sorgen. Etwa 1000 Hütten - das sind vier Pfähle und darüber eine Plane - gehören zu den Slums. Wasser und Strom gibt es nicht, Hygiene ist ein Fremdwort.

Nun gab es Gelegenheit, die Frau, die diese aufopfernde Arbeit leistet, in Hofstetten bei Falkenstein zu treffen, wo ihre leibliche Schwester, die Ordensfrau Ecclesia, im dortigen Apostolatshaus der Pallottiner beschäftigt ist. Der Missionsausschuss mit Vorsitzender Erika Doleschal sowie Uschi König und Ludwig König ließen sich diese Chance nicht entgehen. Schwester Christin ist wegen einer Knie-OP schon seit mehreren Monaten in Deutschland. Ende Februar geht sie zurück nach Afrika. Zuvor wird sie in einem Gottesdienst in ihrer Heimatgemeinde Teutling bei Abensberg verabschiedet. Dem folgt ein Familientreffen am Nachmittag.

Ihre Berichte, ihre Erfahrungen und die Eindrücke sind unglaublich. Es sind Geschichten aus einer anderen Welt, unfassbar wie das Engagement, das dahintersteckt, das Opfer, das gebracht werden muss, um die Ärmsten der Armen wenigstens etwas am Leben der Welt teilhaben zu lassen, die sie nie sehen oder erleben werden. Es sind zu viele, die Hilfe brauchen, um einen deutlichen Fortschritt zu spüren. Aber es geht langsam voran.

Nicht genügend Essen vorhanden, das Wenige, das da ist, muss irgendwie verteilt werden. Da geht sie schon einmal mit dem Bürgermeister von Hütte zu Hütte, um die Bedürftigsten auszusuchen, die dann einen Schein bekommen, mit dem sie sich an einem bestimmten Tag etwas zu essen holen können. Ist alles verteilt, stehen immer noch 80 Leute in der Schlange. Und beim nächsten Mal sind es 200 und beim übernächsten Mal noch mehr.

Viele Aids-Waisen wohnen in diesen Hütten und als bräuchten sie nicht ohnehin alles, was sie haben zum Leben, schreibt der Staat noch Schuluniformen vor, ohne die es keinen Zugang zur Bildung gibt.

1500 Euro übergeben


Groß ist der Dank von Schwester Christin für die 1500 Euro des Missionskreises. Und das Lob für die Arbeit vor Ort in Brand, das der Missionarin ein Herzensanliegen ist, wollen die Besucher am liebsten gar nicht hören. "Was ist unsere Arbeit gegen das jahrzehntelange aufopfernde Leben der Schwester, ihre Entbehrungen und das Leid, das sie täglich sehen muss und doch nicht bewältigen kann im Vergleich zu unserer Arbeit?"

Benefizkonzert für SchuluniformenDer Männergesangverein "Max Reger" veranstaltet am 20. März um 16 Uhr in der Kirche in Nagel ein Passionssingen als Benefizkonzert zur Unterstützung der Arbeit von Schwester Christin Gruber. Mit den Spenden sollen den Kindern von Kokstad Schuluniformen angeschafft werden. Zugesagt haben ihr Mitwirken Annemarie Küstner aus Warmensteinach mit Stücken für Querflöte und die Sopranistin Cornelia Kratz. Beide wird Walter Reischer an der Orgel begleiten. Dazwischen gibt es zur Passionszeit passende Texte. Schwester Ecclesia wird an diesem Tag das Fastenessen in Brand besuchen, dann auch nach dem Passionssingen in Nagel die Spenden übernehmen, um sie an ihre Schwester weiterzuleiten. (ld)
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