Nachbarschaftstag in Brand
Alles klar im Klärwerk

Vermischtes
Brand
17.10.2016
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Wie entsorgt man denn nun Medikamente richtig? Ganz einfach: in der Apotheke oder Schadstoffsammelstelle abgeben. Das und noch vieles mehr erfuhren die Teilnehmer beim letzten Nachbarschaftstag.

Ausrichter der Veranstaltung, eine Einrichtung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), war in diesem Jahr die Gemeinde Brand. Bürgermeister Ludwig König konnte dazu die Klärwärter des Landkreises Tirschenreuth mit dem Obmann der Vereinigung, Abwassermeister Harald Fröber und Dipl.-Ing. (FH) Michael Füg vom Wasserwirtschaftsamt Hof, begrüßen.

Spielraum vorhanden


Er nannte statistische Zahlen zur Situation der Gemeinde Brand. Im Jahr 2007 wurde die Kläranlage neu gebaut und mit Hinblick auf ein eventuelles Wachstum in der Gemeinde ausgelegt. Somit bestehte ein Spielraum und man sei für die Zukunft gewappnet. Zehn Anwesen sind nicht an das allgemeine Entsorgungssystem angeschlossen, weil sie eine eigene Kleinkläranlage besitzen.

Die Gemeinde beteiligt sich am Energieeffizienzwerk des Landkreises Tirschenreuth. Dabei wird untersucht, ob Einsparmöglichkeiten in der Kläranlage und auch bei der Pumpstation im Ortsteil Fuhrmannsreuth möglich sind.

Füg hatte die Leitung des Tages in Zusammenarbeit mit der DWA Landesverband Bayern übernommen. Er freute sich über den Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Das letzte Treffen in Brand sei im Jahr 2009 gewesen, damals war die neue Kläranlage noch nicht lange in Betrieb.

Er erläuterte die Organisation und Ziele der Nachbarschaften: Zum einen soll das Betriebspersonal aus seiner Isolation herausgeführt werden, der Wissensstand wird erweitert und konkrete Fragen können vor Ort geklärt werden. Darüber hinaus sind jährliche Leistungsvergleiche möglich, und das Ergebnis der eigenen Anlage kann entsprechend beurteilt werden.

Richtig entsorgen


Der Brander Klärwärter, Bernhard Schindler, führte die Teilnehmer durch die Abwasseranlage. Er erklärte die technischen Abläufe und beantwortete Fragen, die dazu gestellt wurden. Ihre Fortsetzung fand die Veranstaltung im Mehrzwecksaal. Eine immer wieder auftauchende Frage ist, wie alte Medikamente entsorgt werden sollen. Sie sollten keinesfalls in der Kläranlage landen. Nicht mehr gebrauchte Arznei kann in Apotheken oder Schadstoffsammelstellen abgegeben werden. Wird der Restmüll verbrannt, können Tabletten und fest verschlossene Flaschen oder Ampullen über diesen entsorgt werden. Zum Thema Flüchtlinge teilte Füg Handzettel aus, die in den Unterkünften verteilt werden sollen. Sie informieren, was in der Toilette entsorgt werden darf und was nicht. Erläutert wurde außerdem die Anwendung der Eigenüberwachungsverordnung und die Betriebsprobleme mit "Feuchttüchern".

Thema war auch das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze und der Einsatz synthetischer Polymere. Der nächste Nachbarschaftstag ist für Mai 2017 in Erbendorf in Planung.
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