Nicht so lange sitzen

Spannung aufbauen und rauslassen. Die Bewegungsspiele machten den Mädchen und Buben einen Mordsspaß.
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07.05.2016
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Erschreckende Tatsachen über den gesundheitlichen Zustand von Kindern und Jugendlichen präsentierten Referenten beim Elternabend zur Gesundheitswoche der Fichtelnaabtalschule. Der Nachwuchs muss sich allgemein mehr bewegen.

Ebnath/Neusorg. Mit einem breiten Angebot will die Schule ihren Beitrag dazu leisten, um mehr Bewusstsein bei Schülern für einen gesunden und leistungsfähigeren Körper zu erreichen. "Aikido" mit dem ehemaligen Seminarrektor Ferdinand Schraml stand auf dem Programm der Dritt-und Viertklässler. Die Kleidung wurde erklärt, die sich je nach Anlass ändert.

"Hakama" aus Seide


Bei Feierlichkeiten etwa wird der Rock, der sogenannte "Hakama" aus Seide getragen. Bei den Erklärungen der Kampfkunst war wichtig zu erfahren, dass es nie um Angriff, sondern stets um Verteidigung geht. Entscheidend das Einhalten von Regeln, Etikette und Respekt, also ein ständiges Optimieren der Bewegung, ein stetes Verbessern der Selbstdisziplin. Bei den Übungen mit Stock und Schwert war dann auch OTV anwesend: sicher stehen, schnell drehen, geschickt fallen, rollen, geschickt aufstehen, Körperspannung aufbauen und halten, Körperhaltung und den eigenen Körper wahrnehmen, lockern und entspannen.

"Lauf mit", forderten Simone Becher und Georg Zipfel in ihrem Programmbeitrag für die Grundschule auf. Bei verschiedenen Laufspielen und -staffeln mit und ohne Material, sowie bei Bewegungs-Geschichten, ging es um Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination, Konzentration und vor allem Freude an der Bewegung, das eigentliche Ziel der Gesundheitswoche, in deren Verlauf es natürlich auch um Erfolg ging, ebenso aber um Schulung von Teamgeist. Das Programm der Landesstelle für den Schulsport "Voll in Form", für das Sonja Brunner-Rosner verantwortlich war, hatte den gesamten Komplex "täglich bewegen, gesund essen, leichter lernen", zum Inhalt.

An jedem Unterrichtstag, an dem kein Sportunterricht stattfindet, sollte eine intensive Bewegungsphase von mindestens 20 Minuten eingebaut werden und das mehrmals in der Woche. Dazu gehört ein gesundes Frühstück, das sowohl in der Grundschule wie auch in der Hauptschule an jeweils einem Tag der Gesundheitswoche in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat vorbereitet wurde. Seit 2008/09 ist das Programm im schulischen Alltag der bayerischen Grundschule fest verankert. Fast jedes zweite Schulkind zwischen 7 und 14 Jahren hat eine schlechte Körperhaltung. Unter den Teenagern im Alter von 11 bis 17 Jahren klagt etwa jeder fünfte einmal wöchentlich über Rückenschmerzen.

Sitzball statt Stuhl


Bewegungsmangel, langes Sitzen, ungeeignete Schulranzen oder Sitzmöbel sind Hauptauslöser für diese Beschwerden. Da kam das Angebot von Sylvia Brunner, "Starker Rücken - starke Kinder" gerade recht. An Rippi, einem menschlichen Skelett, wurde die Bedeutung der Bandscheiben erklärt. "Bewegung statt sitzen", forderte die Referentin auf. Täglich mindestens zwei Stunden Bewegung! Fußballspielen im Verein, Skifahren, Turnen, Tanzen, Toben am Spielplatz, eine Radtour oder Wanderung mit den Eltern. Aber auch richtig sitzen an einem optimalen Arbeitsplatz, der mit dem Kind mitwächst. Der Stuhl kann auch mal durch einen Gymnastikball ersetzt werden.

Leicht und sofort umsetzbar ein paar wertvolle Tipps: Ballast abwerfen, nicht unnötig viel Schulmaterial mit sich herumschleppen, möglichst nur Hefte und Bücher mit nach Hause nehmen, die für die Hausaufgabe benötigt werden, Laufen statt sich chauffieren lassen.
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