Wasseraufbereitungsanlage soll erneuert werden
Herzkammer der Versorgung

Vermischtes
Brand
08.04.2016
14
0

Fichtelberg/Brand. "Kernstück des Haushalts 2016 des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal ist die Erneuerung der Aufbereitungsanlage mit UV-, Elektro- und FM-Anlage, die mit 500 000 Euro angesetzt ist, wie der Vorsitzende und Bürgermeister von Neusorg, Peter König, bei der Verbandsversammlung im Fichtelberger Rathaus betonte.

Weitere Maßnahmen sind unter anderem die Einzäunung des Tiefbrunnen I mit Kosten von 20 000 Euro, die Sanierung einer der Straßenzüge Ring-, Schul-, _Sonnen-, Blumen-, Garten-, Kösseinestraße oder Kalvarienbergweg in Ebnath und die Sonnenstraße in Brand mit einem Ansatz von 81 000 Euro.

Keine Kreditaufnahme


Einstimmig beschloss die Versammlung den Haushalt 2016. Er schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1 301 850 Euro im Verwaltungs- und mit 1 243 900 Euro im Vermögenshaushalt. Kreditaufnahmen für Investitionen sind nicht vorgesehen. Der Ausgleich des Verwaltungshaushalts ist nur durch Entnahme von Rücklagen in Höhe von 428 900 Euro möglich. Hier ist unter anderem die Sanierung der Wasserkammern im Hochbehälter Ebnath mit einem Kostenvolumen von circa 120 000 Euro vorgesehen. Die Gebühren bleiben bislang konstant. König dankte Geschäftsführer Helmut Graf, der das Zahlenwerk erstellt und im Werksausschuss vorgesprochen hatte. "Das Maschinenhaus Mehlmeisel ist die Herzkammer der Wasserversorgung im oberen Fichtelnaabtal" so Peter König. In den nächsten Monaten wird die eingesetzte Aufbereitungstechnik grundlegend verändert und auf einen modernen Standard umgestellt. Die mit Filterkessel werden entfernt und durch eine physikalische Entsäuerungsanlage ersetzt. Wie der Verbandsvorsitzende weiter ausführte, setzt der Wasserzweckverband damit auf eine Technik, die die Wasserversorgung der kommenden Jahrzehnte sicherstellen wird.

In der Sitzung vom 27. Januar 2015 hatte die Verbandsversammlung eine entsprechende Entwurfsplanung anerkannt. Im Vorfeld der Haushaltsberatung hat Dipl. Ing. Tobias Decoster von der Firma Baurconsult die Maßnahme im Detail samt der Änderungen und Ergänzungen vorgestellt. Der Beschluss war einstimmig. Der Umbau wird bis Ende 2016 abgeschlossen sein. In der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung wurden die einzelnen Gewerke vergeben.

Für Wassergebühren sind 2016 480 000 Euro angesetzt, für den Verkauf von Zusatz-Wasser an einen Wasserbeschaffungsverband 56 300 Euro, als Erstattung der Kosten für den Unterhalt der Grundstücksanschlüsse 12 000 Euro, für Herstellungsbeiträge 25 000 Euro.

Zu Beginn der Sitzung hatte Verbandsrat Florian Söllner in Vertretung des entschuldigten Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses, Reinhardt Müller, einen Prüfungsbericht zum Haushaltsjahr 2014 abgegeben und betont, dass das Gremium keinerlei auffällige Punkte feststellte. Die Feststellung der Jahresrechnung mit Entlastung waren einstimmig.

Kratzer für Müller


Nachdem Müller aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz und sein Mandat im Rechnungsprüfungsausschuss zurückgegeben hatte, wählte die Versammlung den Ebnather Bürgermeister Manfred Kratzer zu seinem Nachfolger. Zum Vorsitzenden bestimmte das Gremium Verbandsrat Florian Söllner, zu seinem Stellvertreter Manfred Kratzer.

Erfreuliches berichtete der Vorsitzende: "Wir haben im vergangenen Jahr erstmals wieder mehr Wasser verkauft - 279 560 Kubikmeter - knapp 800 mehr als 2014. Womöglich lag es an dem heißen Sommer."

Ein Bild mit der Aufschrift "Jeder Tropfen zählt" hat Wassermeister Gerhard Daubner an die große weiße Wand im Mehlmeiseler Wasserwerk gemalt. Der Zweckverband versorgt das Gebiet der Gemeinden Fichtelberg, Mehlmeisel, Brand und Ebnath, Schwarzenreuth und die Gemeindeteile der Stadt Waldershof Schurbach und Kössain mit Wasser. Im Verbandsgebiet leben 5900 Einwohner in 2287 versorgten Anwesen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.