Wildschweine wüten erstmals im Revier
Schonzeit für Revier vorbei

Vermischtes
Brand
13.03.2016
13
0

Bei Landwirten und Verantwortlichen der Jagdreviere sind sie gleichermaßen gefürchtet: Wildschweine. Immer wieder verursachen sie erhebliche Schäden, vorwiegend in Maisfeldern. War die Jagdgenossenschaft Brand bisher davor verschont geblieben, wurden erstmals zwei Schadensfälle gemeldet.

Das kostete die Jagdgenossenschaft 862 Euro. Jagdpächter Josef Scherm stellt zwar, jetzt zum dritten Mal, jährlich eine Pauschale für diesen Zweck zur Verfügung, aber welche Summen man künftig aufbringen muss, ist nicht absehbar.

Digitales Jagdkataster


Jagdvorsteher Bernhard Schindler hatte für die Jahreshauptversammlung einen Streifzug durch das vergangene Jahr vorbereitet. Besonders gut sei wieder der Verleih von Geräten angenommen worden. Er appellierte an die Mitglieder, diese pfleglich zu behandeln und entstandene Schäden zu melden. Ein wichtiger Schritt sei mit der Fertigstellung des digitalen Jagdkatasters gelungen. Hier dankte Schindler vor allem Kassier Hans-Jürgen Schmidt, der in der Vorbereitung die Flächen aufgelistet hatte. Die Kosten für die Neuerung betrugen 500 Euro, darin enthalten sind die Neuerfassung und Pflege der Zahlen für fünf Jahre. Zwei Mal hatte der Vorstand bezüglich des neuen Katasters beim Vermessungsamt in Tirschenreuth vorgesprochen. Die neuen Pläne lagen zur Einsicht auf.

Josef Scherm, der die Jungjäger Andreas Eberl und Markus Busch mitgebracht hatte, legte die Abschusszahlen vor. Demnach wurden 9 Rehe, 5 Wildschweine und 18 Füchse erlegt, sowie verschiedene jagbare Vögel. Ein Dachs fiel dem Straßenverkehr zum Opfer. Der Dank aller Anwesenden galt Scherm an dieser Stelle für das Jagdessen.

Geld für Wegesanierung


Vom Jagdpachtschilling soll eine sogenannte "Wiesenhexe" angeschafft werden. Sie wird bei der Familie Besold untergestellt. Ebenso sollen wieder 500 Euro an die Gemeinde Brand zur Wegesanierung gezahlt werden. Angedacht ist in diesem Jahr die Sanierung des Fabriks- und des Striegelweges.

Auf die Wegesanierung hatte auch Bürgermeister Ludwig König hingewiesen. Er dankte für das Ausleihen des Mulchgerätes, das bei Arbeiten im ehemaligen Freibad und zur Sauberhaltung der Wegränder in der Flur zum Einsatz kam.

Der Bericht von Hans-Jürgen Schmidt zeigte auf, dass sich die erheblichen außerplanmäßigen Kosten auf das Kassenergebnis niederschlugen. Trotz allem verfügt die Genossenschaft noch über ein ordentliches Polster. Kassenprüfer Alfons Brucker bescheinigte einwandfreie Arbeit. Schriftführer Conny König trug das Protokoll vor.

Zum Thema Wildschaden gab es verschiedene Vorschläge der Anwesenden, wie kostengünstiger abgerechnet werden kann. Es blieb jedoch bei der bisherigen Regelung. Bei der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen werden immer Tiere durch den Einsatz von Maschinen verletzt oder getötet. Abhilfe könnte ein sogenannter "Wildretter", ein akustisches Gerät, bringen. Es wird an der Front des eingesetzten Gerätes angebracht. Allerdings müssen es die jeweiligen Landwirte anschaffen, die die Flächen bearbeiten. Schindler empfahl das rund 50 Euro teure Gerät weiter.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.