Sollbacher feiern Trachtenkirwa
Bänke als Bob-Ersatz

Von Kindern und Frauen wird der Kirwabaum mit weiß-blauen Bändern geschmückt, bevor er in die Höhe gestemmt wird.

Wenn am letzten Wochenende im August vermehrte Bulldog-Geräusche im Dorf zu hören sind, wissen alle Bescheid: Es ist Trachtenkirwa in Sollwa.

-Sollbach. Denn am Freitag rücken die Männer aus, um den Kirwabaum aus dem Wald zu holen. Der wird anschließend weiß-blau geschmückt und mit vereinten Kräften auf der Kirwawiese an der Unteren Dorfstraße in die Höhe gestemmt. Am Samstag um 19 Uhr war schließlich offizieller Beginn der 28. Sollbacher Trachtenkirwa. Die Zwei-Mann-Kapelle "Die Original Hüttenstürmer" sorgte mit ihren Boarischen für Unterhaltung.

Die Trachtenvereine aus Pirkensee, Bruck und Wackersdorf besuchten mit starken Abordnungen die Kirwa. Viele Vereine aus dem Ort waren bei der Traditionsveranstaltung natürlich auch dabei. Auch die Bar war gut besucht. Erst früh morgens um 4 Uhr verließen die letzten Kirwabesucher das Zelt. Am Kirwasonntag startete um 10 Uhr der musikalische Frühschoppen mit den Sollbacher Dorfmusikanten. Die Sechs-Mann-Kapelle ist weit über die Sollbacher Dorfgrenzen hinaus bekannt und zieht auch etliche Besucher wegen ihrer bodenständigen, originellen Musik an. Bis nachmittags um 16 Uhr erklang Oberpfälzer Musik mit Klarinette, Tuba, Steierischer, Gitarre und Schlagzeug. Zum Mittagessen gab es Rollbraten mit Knödeln und weitere Gerichte.

Treue Gäste


Nachmittags besuchten auch die Bewohner des Seniorenheimes St. Elisabeth aus Bruck die Kirwa. Seit Jahren kommen diese treuen Gäste vor allem, um die Tanzauftritte des Sollbacher Trachtenvereins zu sehen. Auf dem Tanzboden drehten sich die Trachtenpaare begleitet zur Musik von Lugg Seidl. Die Juchzer von Hans Schächerer jun. ließen nicht lange auf sich warten. Der Applaus der Gäste war den Plattlern und Tänzerinnen sicher. Die Trachtenvereine aus Nittenau und Wackersdorf waren am Sonntag unter den Gästen, neben einer Abordnung der Spielvereinigung Bruck. Ab 16 Uhr spielten die "Kulzer Buam" bis zum Kirwa-Ende. Es wurde kräftig getanzt, geschunkelt und mitgesungen. Das Bobfahrerlied brachte die Mitglieder der Feuerwehr, vor allem der Jugendfeuerwehr, nochmals auf die Bänke.

Strahlender Sonnenschein und starke Hitze sorgten am Samstag und am Sonntag für herrliches Kirwawetter. In umliegenden Ortschaften kann die eine oder andere Kirwa mangels Organisationshelfer und Besuchermangel nicht mehr stattfinden. Nicht so in Sollbach: Der Trachtenverein Sollbach kann auf die fleißigen Helfer sowie auf die treuen Gäste bauen.
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