Bauauschuss diskutiert viel, ist sich aber einig

Bianca Achatz, Leiterin des BRK-Kindergartens Theresia (Dritte von rechts), zeigte zweitem Bürgermeister Robert Feuerer (rechts) und den Markträten die räumlichen Defizite der Einrichtung auf. Bild: sir
Politik
Bruck in der Oberpfalz
04.02.2016
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Der Bauausschusssitzung am Dienstag ging ein Ortstermin voraus. Die Markträte kamen im BRK-Kindergarten Theresia zusammen. Leiterin Bianca Achatz schilderte die beengte Situation. Die Entscheidung im Sitzungssaal fiel eindeutig aus. Obwohl das Gremium viel diskutierte, zeigte es sich bei den weiteren Tagesordnungspunkten weitgehend einig.

Zweiter Bürgermeister Robert Feuerer leitete die Sitzung wegen der Erkrankung von Bürgermeister Hans Frankl. Der zweite Bürgermeister verkündete, dass der Bauantrag auf Anbau einer Garage und eines Balkons an das bestehende Feuerwehrgerätehaus des Marktes Bruck abgesetzt werde. Als Grund nannte er die Einreichung des Plans bei der Regierung, die zu erkennen gab, dass dieser so für eine Förderung nicht geeignet sei.

Kosten ermitteln


Beim Antrag des BRK-Kindergartens auf Ausbau und Erweiterung des Kindergartens Theresia ging es nicht um die Gruppenräume. Vielmehr sollen ein Personalraum, ein Material- und Lager- sowie ein Schlafraum durch einen Anbau geschaffen werden. Bei der Besichtigung vor Ort kamen die Räte zur Erkenntnis, dass hier etwas geschehen müsse. Feuerer führte aus, dass an Raumbedarf 425 Quadratmeter vorgesehen seien. Tatsächlich liege man bereits über diesen Bedarf.

Zudem müssen die Kosten mindestens 100 000 Euro betragen, um förderfähig zu sein. Die Fördersumme belaufe sich auf 40 000 Euro. Feuerer sehe für einen zweigruppigen Kindergarten keine Möglichkeit. Die Zeit habe die Förderrichtlinien überholt, so die Meinung der Fachstelle. Möglichkeit zur Essenseinnahme, Förderraum, Ruhemöglichkeit, diesen Bedarf habe es früher nicht gegeben. Einstimmig empfahl der Bauausschuss, den Kindergarten auszubauen. Die Verwaltung soll Kosten feststellen und wo angebaut werden könne.

Ebenfalls nichts einzuwenden gab es beim Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Carport im Eichenweg und bei der Sanierung und Erweiterung eines Metzgereibetriebes in der Bischof-Krautbauer-Straße. Bei den folgenden Anträgen auf Einziehung der Wege "Vorderer Randsbergerholzweg", eines 400 Meter langen Teilstücks, sowie "Grünangerweg beim Birkhof" mit einem 200 Meter langen Teilstück und der Widmung des etwa 370 Meter langen Weges von der Gemeindeverbindungsstraße "Bruck-Vorderrandsberg" bis zum Birkhof als ausgebauter öffentlicher Feld- und Waldweg fielen die Entscheidungen einstimmig.

Nach einer kurzen Diskussion kam das Gremium überein, beim Rathaus, beim Freizeitzentrum und bei der Sandoase E-Bike-Ladestationen einzurichten - entsprechend dem Leader-Kooperationsprojekt. Längere Zeit beschäftigte die Räte der Antrag der Feuerwehr Bruck auf Errichtung eines Anbaus an der Westseite des bestehenden Feuerwehrgerätehauses. Es soll ein zusätzlich notwendiger Stellplatz geschaffen werden. Schließlich sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus. Die Wehr darf zudem neue Feuerwehrhelme beschaffen.

Zur Verbesserung der Parksituation auf dem Marktplatz fiel einstimmig das Votum zugunsten mindestens zweier Stellplätze auf Höhe des Anwesens Rothammer. Etwas Kopfzerbrechen bereitete der Bauantrag auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Kellerersatzraum und Garage in der Hans-Sachs-Straße. Einstimmig erfolgte die Ablehnung dieses Antrags. Unter anderem wurde dies begründet mit der bereits vom Landratsamt erfolgten Ablehnung und um dem Antragsteller Kosten zu sparen.

Linde wird nicht gefällt


Nichts einzuwenden hatten die Räte mit der Aufnahme eines weiteren Tagesordnungspunktes. Die Firma ZBG plant einen weiteren Bau. Einstimmig wurde dieses Vorhaben befürwortet. Kontroversen gab es bei einem anderen Thema. Auf einem Anwesen in der Gänsbergstraße 21 soll eine Linde gefällt werden. Der Grundstückseigentümer hatte diesen Antrag gestellt, da der Baum Schäden an seinem Haus verursache und eine Gefahr darstelle. Mit drei Gegenstimmen wurde beschlossen, dass die Linde erhalten bleibe, der Bauhof wie immer zweimal im Jahr die Standsicherheit überprüfe. Feuerer berichtete schließlich, dass derzeit 129 Asylbewerber in der Marktgemeinde untergebracht seien. Nähere Angaben zur Nationalität und zum Wohnort machte er nicht.
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