Haupt- und Bauausschuss teilt Sorgen der Anlieger der Sandgrube nicht
Keine Probleme beim Transport

Weihnachtsfrieden, zwei Tage vor dem Heiligen Abend: Alle Beschlüsse bei der Haupt- und Bauausschusssitzung am Dienstagnachmittag wurden einstimmig gefasst. Diskussionsbedarf bestand so gut wie keiner.

Nichts einzuwenden gab es beim Bauantrag auf Errichtung eines Treppenhauses im Ortsteil Sollbach. Ein weiterer Bauwerber kann seinen Anbau an das bestehende Wohngebäude sowie einen Ersatz-Neubau eines Lagergebäudes in Bruck vornehmen. Ebenso zügig wurde der Bauantrag auf Sanierung und Erweiterung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in der Gemarkung Bruck behandelt.

Sandabbau wieder Thema


Gegen die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans "Bodensteiner Straße" der Stadt Nittenau hatte der Ausschuss nichts einzuwenden. "Das ist weit weg von uns", befand Bürgermeister Hans Frankl, der damit deutlich machte, dass die Belange der Marktgemeinde davon nicht berührt werden. Sehr umfangreich gestaltete sich der nächste Beschluss bezüglich des erweiterten Sandabbaus nahe der Sand-Oase. Die Stellungnahmen des Marktes zu den im Wasserrechtsverfahren von Dritten erhobenen Einwendungen waren gefragt.

Das Gremium befürwortete die vom Landesfischereiverband geforderten Auflagen, demzufolge unter anderem Fisch-Fallen zu vermeiden seien, bei Teilverfüllungen kein humusreicher Mutterboden werden darf. Soweit die Eigentümer der Grundstücke ihre Einwendungen mit einer befürchteten Absenkung des Grundwasserspiegels begründen, könnten seitens der Marktgemeinde keine fundierte Aussage getroffen werden. Dazu, so die einhellige Meinung, wäre eine Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes Weiden hilfreich.

Die Behauptung von Erwin und Stefan Lippert, der Grundwasserspiegel sei bereits durch den Sandabbau im Bereich der Sandoase enorm gesunken, werde bestritten. Die von Erwin Lippert und der Erbengemeinschaft Grimm erhobene Behauptung, verschiedene Auflagen des Genehmigungsbescheides seien nicht eingehalten worden, können weder dementiert noch bestätigt werden, da es nicht Aufgabe der Marktgemeinde sei, die Einhaltung zu kontrollieren oder zu überwachen.

Abfuhr geregelt


Ebenfalls nicht geteilt werden die von Erwin Lippert geäußerten Bedenken, was den weiteren Schwerlastverkehr durch den Sand-Transport angeht. Die Abfuhr des Sandes erfolge zwischen der Sandoase und den Parkplätzen. Bisher sei es zu keinen gefährlichen Zwischenfällen gekommen. Der Bauausschuss hatte sich im Oktober damit einverstanden erklärt, dass dieser Weg zur Abfuhr benutzt werden darf.

Eine "Holzbirne" - ein Baum auf dem Silberberg - soll ein Naturdenkmal werden. Dem Erlass der entsprechenden Verordnung über den Schutz als Naturdenkmal durch das Landratsamt stand das Gremium positiv gegenüber. Die Sanierung der Mehrzweckhalle im Freizeitzentrum beschäftigte das Gremium ebenfalls. Gegen den neuen Schriftzug "Freizeitzentrum/Mehrzweckhalle" sowie das Marktwappen an der Halle hatte niemand etwas einzuwenden.
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