Inge Gleixner findet bei Jahreshauptversammlung klare Worte
SPD-Voristzende teilt aus

Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder (von links) gratulierte den langjährigen Mitgliedern Konrad Wittmann und Traudl Stautner. Auch die Vorsitzenden Markus Glück und Inge Gleixner freuen sich über so treue Genossen. Bild: hbr

Inge Gleixner zeigte sich kämpferisch. Denn der SPD-Vorsitzenden passt es gar nicht, dass die Forderungen ihrer Partei nicht umgesetzt werden. Das brachte sie bei der Jahreshauptversammlung zum Ausdruck.

Gleixner fand vor gut 20 Mitgliedern klare Worte. Sie hatte angesichts der Überalterung und relativ knappen Besetzung im Bauhof die Einstellung jeweils eines Auszubildenden in den Jahren 2016 und 2017 gefordert, was im Marktrat auch mehrheitlich beschlossen wurde. Die Stellenausschreibung sollte im Brucker Mitteilungsblatt erfolgen. Das sei jedoch nur einmal geschehen und sei trotz mehrmaliger Erinnerung in den folgenden Ausgaben ausgeblieben.

"Beschluss nicht umgesetzt"


Nicht anders habe es sich bei SPD-Wahlkampfforderung verhalten, einen Grüngärtner einzustellen oder Preisangebote von Landschaftsgärtnern einzuholen. "Auch hier wurde der Beschluss nicht umgesetzt", kritisierte Gleixner. Ähnlich auch bei einem beantragten Werbeschild im Industriegebiet. Hart kämpfen musste man auch um den geforderten Aufzug im Rathaus, der aber letztlich beschlossen wurde und für den man eine bis zu 90-prozentige Förderung erwarten könne.

Viel Wirbel habe es wegen Installierung der kommunalen Verkehrssicherheit gegeben, die den ruhenden Verkehr überwachen soll. Dieser habe sich aber wieder schnell gelegt, und die verteilten Knöllchen hätten bereits eine Verbesserung der Parksituation gebracht. Ein großes Anliegen sei es der Fraktion, dass die Außendarstellung der Marktgemeinde verbessert werde. Laut Gleixner ist es eine Tatsache, dass im Brucker Industriegebiet seit Jahren mehr oder weniger Stillstand herrscht.

Gerd Habermeier blickte auf sechs Sitzungen im Bauausschuss zurück. In den knapp 100 öffentlichen und nichtöffentlichen Punkten wurden zehn Anträge auf Neubauten sowie diverse Anbauten und Aufstockungen abgehandelt. Im Mittelpunkt standen die Fertigstellung des Freizeitzentrums und die Abwicklung des Baugebietes in Sollbach. Habermeier erneuerte eine alte SPD-Forderung, dass mit den Besitzern der Bauparzellen im hinteren Markt wieder die Gespräche aufgenommen werden sollen, damit man Bauplätze im Kernbereich des Marktes schaffen könne. Er sei überzeugt, dass die Bauwerber ein paar Euro mehr zahlen, wenn sie attraktive Grundstücke mit der Nähe zu Kindergarten, Schule und Einkaufsmöglichkeiten haben. Hermann Janka berichtete über die aktive Seniorenarbeit. Für 2016 ist wieder ein abwechslungsreiches Programm geplant, das demnächst mit einer Betriebsbesichtigung bei der Firma Horsch beginnt.

"Verlässliche Partner"


Die Vorsitzenden Gleixner und Markus Glück zeichneten zwei verdiente Mitglieder aus. Konrad Wittmann ist seit 55 Jahren bei der SPD, Traudl Stautner 40 Jahre. In einer Nachwahl wurde Marina Hartl zur Kassenprüferin gewählt. Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder bezeichnete die Brucker als "verlässlichen Partner". Sie sprach auch über die Asylpolitik und erklärte, dass es derzeit einfach keine Patentlösung habe gebe. Außerdem sagte sie klipp und klar: "Wir brauchen keine AfD, weil wir keine Nazis brauchen."
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