Marktrat diskutiert Bau-Varianten
Kinderhaus: „Kompakter Bau“

Bei der Marktratssitzung am Dienstagabend war die Aufmerksamkeit der Räte gefragt. Architekt Markus Weber (Büro Schnabel + Partner) stellte ganze 16 Varianten des geplanten Kinderhauses vor. Trotz der vielen Möglichkeiten einigte sich das Gremium.

Bereits in der Oktober-Sitzung beschlossen die Markträte, ein Kinderhaus mit 25 Kindergartenplätzen (eine Gruppe) und 24 Krippenplätzen (zwei Gruppen) zu errichten. Es soll auf einem Grundstück nördlich des bestehenden Kinderhauses Theresia entstehen. Dass es 16 Varianten gibt, hat einen Grund.

Weber erklärte: "Es gibt zwei starke Einschränkungen." Eine Anbau-Verbotszone. Zur Staatsstraße 2150 muss ein "nicht genau recherchierbarer" Abstand eingehalten werden. Wohl um die 20 Meter. Noch gewichtiger allerdings: Durch das Grundstück führt eine Gasleitung, auf der nicht gebaut werden darf. Die vom Architektur-Büro entworfenen acht Bauformen können auf beiden Seiten der Gasleitung gebaut werden, weshalb es A- und B-Varianten gibt.

Die sogenannten B-Varianten, nördlich der querfeldein laufenden Gasleitung, haben den Vorteil, dass ein Verbindungsbau zum Theresia-Kinderhaus möglich ist. Allerdings hat der Bau eine südwestliche Ausrichtung, weshalb Architekt, Bürgermeister und die Markträte diese Möglichkeit ausschlossen. Die vorgestellten Bauformen waren ganz unterschiedlich: mit und ohne Innenhof, einstöckig oder teilweise zweistöckig, mit und ohne Verbindungsbau. Letztlich kamen zwei Varianten infrage: 3a und 5a. Beide mit Innenhof und in einer nach Süden ausgerichteten U-Form geplant. Die Variante 5a zergliedert die Baukörper, sieht Verbindungsbauten vor und schiebt das Kinderhaus mehr auseinander. Die Mehrheit (neun dafür, sechs dagegen) der Markträte sprach sich allerdings für Variante 3a aus. Rudi Sommer (Die Grünen) begründete diese Entscheidung unter anderem mit der "kompakteren Bauweise". Wodurch auch energetischer gebaut werden könne.

Die Kosten für das neue Kinderhaus liegen laut Architekt Weber bei rund zwei Millionen Euro. Es sei mit einer Förderung von etwa 812 000 Euro zu rechnen. Gebaut werden soll in den Jahren 2017 und 2018. In den kommenden Wochen müssen die Markträte sich noch Gedanken beispielsweise über die Bauweise (masssiv oder Holz) sowie Dachform machen, und ob eine Photovoltaik-Anlage gewünscht ist. Am Freitag, 2. Dezember, steht außerdem ein Finanzierungs- und Abstimmungsgespräch mit der Regierung der Oberpfalz an.
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