Marktrat hofft auf Fördermittel
Geld für Rathaus und Schule

Ein Aufzug soll für Barrierefreiheit im Brucker Rathaus sorgen. Der Marktrat sieht darin ein Projekt, für das Zuschüsse aus dem Kommunalen Investitionsprogramm angefordert werden sollen. Auch die Schule könnte profitieren.

Der Marktrat beschloss am Dienstag einstimmig, sich für Zuschüsse zu bewerben. Neben der Barrierefreiheit im Rathaus gibt es noch andere Projekte, die ins Feld geführt werden sollen: Die energetische Sanierung des Bauabschnitts I der Grund- und Mittelschule und die städtebauliche Umbau- und Sanierungsmaßnahme zur Revitalisierung des gemeindliche-eigenen Gebäudes am St.-Ägidius-Platz.

Flächen "revitalisieren"


Marktrat Manfred Pfauntsch (Grüne) hatte beantragt, ein Kostenangebot für den Architekten einzuholen und nicht sofort das Architekturbüro Hottner zu beauftragen, die Bewerbungs-Unterlagen zu erstellen, soweit sie die Verwaltung nicht selber erbringen könne. Mit 13 zu 1 wurde dieser Antrag abgelehnt.

Auch aus der Städtebauförderung erhofft sich die Marktgemeinde Zuschüsse. Dazu muss jedes Jahr ein Programm aufgestellt und der Förderbedarf gemeldet werden. Einstimmig beschlossen die Räte die vorgelegte Liste. Neben Kleinbeträgen für das kommunale Förderprogramm, werden für städtebauliche Beratung und Honorare rund 30 000 Euro eingeplant. Für die Revitalisierung ehemaliger Gewerbeflächen an der Gänsbergstraße will der Markt 50 000 Euro ausgeben, ebenso viel für die Schaffung zusätzlicher Stellplätze in der Nähe des Rathauses mit Grunderwerb, Abbruch und Neugestaltung. In Angriff genommen werden sollen auch der Umbau und die Modernisierung der Anwesen St.-Ägidius-Platz 3 und 5. Für Grunderwerb und Stellplätze sollen 2016 rund 100 000 Euro ausgegeben werden. Das Gesamtprojekt wird auf 800 000 Euro geschätzt.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen die Ausweisung des ehemaligen Standortübungsplatzes Bodenwöhr als Naturschutzgebiet. "Wald- und Heidelandschaft östlich von Bodenwöhr und Bruck" heißt das Gelände offiziell, für das die Regierung der Oberpfalz eine entsprechende Verordnung erlassen wird.

Keine Förderung


Eingehend beraten wurde über den Antrag der Fraktion B'90/Die Grünen auf Förderung des Einbaus und der Nachrüstung von Regenwassersammelanlagen. Begründet wurde der Antrag mit dem Klimawandel. Bei Starkregen solle durch die Regenwassersammelanlagen das Kanalnetz entlastet und bei Trockenheit die Trinkwasservorkommen geschont werden. Als maximale Förderung schlugen die Grünen 25 Prozent der Kosten, aber maximal 1000 Euro als Diskussionsgrundlage vor. Mit 4 zu 10 wurde der Antrag abgelehnt. Die Marktgemeinde beteiligt sich am Breitbandförderprogramm des Bundes. Dazu wird ein Kooperationsvertrag mit dem Landkreis Schwandorf geschlossen. Einstimmig votierten die Räte dafür.

Nur eine Meldung


Bürgermeister Hans Frankl informierte, dass die Sprachkurse für Flüchtlinge künftig vom Jobcenter bezahlt werden. Unter Anfragen wollte Jürgen Hofmann (CSU) wissen, wie es mit der Gründung des Arbeitskreises für gemeindliche Feste wie Weihnachtsmarkt und Bürgerfest aussehe. Frankl antwortete, dass dieses Anliegen im Mitteilungsblatt veröffentlicht worden sei. Es sei lediglich eine Meldung gekommen. Hofmann gab sich damit nicht geschlagen, er möchte die Einrichtung eines Arbeitskreises weiterverfolgen.
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