Rathaus Bruck wird barrierefrei
Sitzungsaal kommt unters Dach

Das Brucker Rathaus wird barrierefrei umgebaut. Der dazu notwendige Aufzug wird vom Parkplatz (im Vordergrund) aus erreichbar sein und links neben dem Treppenhaus (große Glasfront) eingebaut. Bild: Schieder

Architekt Andreas Hottner erkannte das Brucker Rathaus auf den Plänen von 1966 kaum wieder. Den Sanierungsvorhaben steht das aber nicht im Weg: Die Verwaltung der Marktgemeinde wird barrierefrei. Ohne Diskussionen fiel der Beschluss aber nicht.

Hottner musste schon zweimal hinsehen, bis er herausfand, was da nicht stimmte: Die Höhe des Dachgeschosses. Die war seinerzeit eigentlich von einem relativ niedrigem Kniestock geprägt. Der ist dann, wie es schon mal vorkommen soll, beim Bau irgendwie gewachsen. Sei's drum, ein Raum im Obergeschoss wird jetzt nochmal höher: Hier kommt der Sitzungssaal künftig hin. Weil durch den barrierefreien Umbau samt Aufzug und Behinderten-Toiletten Platz wegfällt, müssen neue Verwaltungsräume her. Sie werden künftig Erdgeschoss und ersten Stock füllen. Dann ist die Verwaltung auch räumlich gruppiert, wie sich das in einem modernen Rathaus gehört. Der Aufzug kommt neben das Treppenhaus, erschließt den Keller mit. Der Zugang zum Lift ist künftig vom Parkplatz her möglich, barrierefrei natürlich.

Weniger als erhofft


Auf knapp 540 000 Euro werden die Kosten geschätzt. Aus dem Kommunalen Investitions-Programm (KIP) erwartet die Marktgemeinde einen Zuschuss von 225 100 Euro. Das ist weniger, als zunächst erhofft, weil die Regierung die Zuschusshöhen gekappt hat, um mehr Kommunen von dem Programm profitieren zu lassen. An den Kosten entzündete sich auch eine kurze Debatte, die Joachim Hanisch (FW) entfachte. 300 000 Euro seien füßr die Marktgemeinde viel Geld, da müsse man schon fragen, ob es nicht wichtigere Projekte gebe. "Ich frage mich schon, wo wir da sparen sollen", entgegnete ihm Inge Gleixner (SPD). Robert Feuerer (CSU) erinnerte an den einstimmigen Beschluss des Rates, die Sanierung anzugehen und zum KIP anzumelden. Außerdem sei es nach 20 Jahren - die letzte Sanierung war 1996 - an der Zeit, das Rathaus barrierefrei umzubauen. Außerdem platze die Verwaltung aus allen Nähten. Manfred Pfauntsch (Grüne) gab zu bedenken, dass die Erschließung des Kellers mit dem Aufzug dazu führe, dass die Bodenplatte durchbrochen wird. Das könne mit Problemen, etwa durch Wasser, verbunden sein. Bürgermeister Hans Frankl hielt dagegen, dass im Keller unter anderem die Papiertonnen gelagert seien. Die müssten dann über die Innentreppe nach oben gehievt werden - die Außentreppe am Parkplatz fällt dem Aufzug zum Opfer. Daraus entspann sich eine kurze Debatte, die aber in einen einstimmigen Beschluss mündete.

Die Sanierung soll kommendes Jahr über die Bühne gehen, inklusive neuem Sitzungssaal. Die kompletten Verwaltungsräume werden auf Erd- und erstes Obergeschoss gebündelt. Im zweiten Stock finden sich dann neben dem Sitzungssaal noch ein kleinerer Besprechungsraum, ein Putzraum, Toiletten, das Archiv und die Registratur. Der Aufzug ermöglicht es dann, dass während abendlicher Sitzungen das übrige Rathaus nicht mehr zugänglich ist.

Schule wird saniert


Einstimmig billigte der Marktrat auch grundsätzlich die Innensanierung des Bauabschnitts II der Grund- und Mittelschule. Das genaue Vorgehen wird noch abgestimmt, dazu wird sich das Gremium bei einem Ortstermin in der Schule treffen. Das muss einigermaßen schnell gehen, weil die Förderanträge bis Ende November gestellt sein müssen.
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