Sitzung des Brucker Marktrates
Wasser-Entscheidung vertagt

Noch ist nicht entschieden, ob weiterhin Bruck und Bodenwöhr Hinterrandsberg mit Wasser versorgen. Bild: sir

Groß war das Interesse an der Marktratssitzung. Auch drei Gemeinderäte aus Bodenwöhr hatten sich eingefunden, ging es doch um den Schulverband Bruck-Bodenwöhr. Diskussionen gab es hierüber nicht, im Gegensatz zu anderen Tagesordnungspunkten.

Eng gesteckt ist der Zeitrahmen für die Errichtung eines Kinderhauses zur Schaffung von 25 Kindergarten- und 24 Krippenplätzen sowie zur Anerkennung der Bedarfsnotwendigkeit der zusätzlichen Plätze. Nach den Worten von Markus Weber vom Architekturbüro "Schnabel + Partner", Bad Kötzting, muss die Vorplanung bereits jetzt im Oktober beginnen, bei der verschiedene Gebäudevarianten vorgestellt werden sollen. Die Antragsunterlagen müssen bis zum Jahresende eingereicht werden. Der Bau beginne 2017. Die Fertigstellung sei für 2018 anvisiert. Mit einer Gegenstimme sprach sich das Gremium für das Projekt aus.

Vertrag für Kinderhaus


Der nächste Schritt folgte beim Tagesordnungspunkt zwei. Ebenfalls mit einer Gegenstimme wurde Bürgermeister Hans Frankl ermächtigt, einen Architektenvertrag mit dem Büro Schnabel abzuschließen. Fragen wurden laut bei der Wasserversorgung. Erneuert und erweitert werden soll die öffentliche Wasserversorgung des Marktes Bruck in Hinterrandsberg, im Zuge der Verlegung einer neuen Wasserleitung zum Hochbehälter Hinterrandsberg durch die Gemeinde Bodenwöhr.

Von den zehn Anwesen werden bisher fünf von Bodenwöhr versorgt. Die Gemeinde Bodenwöhr habe nun angeboten, dass bei der Sanierung auch die Brucker Wasserleitung erneuert und gegebenenfalls verlängert werde. Die Absicht: Die bisher an die Bodenwöhrer Wasserversorgung angeschlossenen fünf Anwesen könnten dann von Bruck eigenversorgt werden.

Joachim Hanisch meinte, dass das nicht sinnvoll sei. 70 000 Euro zahlten die Brucker Wasserversorger über Beiträge und Gebühren. Dem Antrag von Bodenwöhr gebe er statt, jedoch sollen die Details noch geklärt werden. Frankl betonte auf weitere Nachfragen von Hanisch, dass er "es gleich in der nichtöffentlichen hören werde". Einstimmig votierte der Marktrat für das Zurückstellen dieses Antrags.

Gegen Umsprengelung


Anschließend wurde der mit Spannung erwartete Punkt "Schulverband Bruck-Bodenwöhr" behandelt. Einstimmig fasste das Gremium den Beschluss, dass Schulverbandsvorsitzender Hans Frankl beauftragt werde, an die Gemeinde Bodenwöhr, das Schulamt Schwandorf und die für Schulorganisationsänderungen zuständige Schulabteilung der Regierung der Oberpfalz zu appellieren, den Schulverband Bruck-Bodenwöhr unbedingt in der bestehenden Form zu erhalten und somit auch den Fortbestand der Mittelschule Bruck zu sichern.

Ganztagsklassen einführen


Der Gemeinderat Bodenwöhr hat sich für eine Umsprengelung zum Schulverband Neunburg ausgesprochen. Einem Ausscheiden der Gemeinde Bodenwöhr aus dem Schulverband stimme der Markt Bruck nicht zu. Im Hinblick auf die von der Gemeinde Bodenwöhr angeführte Begründung, soll alles unternommen werden, um bis zum Beginn des nächsten Schuljahres an der Mittelschule Bruck bzw. im Bereich des Schulverbunds Sulzbachtal offene und gebundene Ganztagsklassen anzubieten. Zudem soll die Marktgemeinde in Bodenwöhr eine gemeinsame Sitzung der beiden Kommunalgremien beantragen, um sich mit dieser Angelegenheit auseinandersetzen zu können.

Nach kurzer Diskussion billigte das Gremium einstimmig den Antrag der Feuerwehr Bruck auf Kauf eines neuen Mehrzweckfahrzeuges. Der Eigenanteil belaufe sich für die Marktgemeinde auf 54 700 Euro. Das Fahrzeug kostet 90 000 Euro, die Wehr trägt 5 000. Nichts einzuwenden gab es bei der Bauleitplanung von Steinberg am See, das die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Baugebiet "Hirmerleiten III" beantragte.
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