Bundestagsabgeordnete beteiligt sich an Aktion Rollentausch
Schieder einen Tag als Pflegekraft

Um 7.30 Uhr fand der erste Hausbesuch in Bruck statt. Amalie Janker (rechts) freute sich auf den Besuch. Erika Fischer (Mitte) ist die für Bruck zuständige Pflegefachkraft des BRK. MdB Marianne Schieder (links) sammelte praxisnah Erfahrungen im Pflegedienst vor Ort. Bild: mos

Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder vollzieht einen Rollentausch. Sie will den Alltag des Pflegedienstes kennenlernen. Deshalb absolviert sie ein Praktikum in der BRK-Sozialstation Teublitz/Bruck.

In der Pflege gab es in den vergangenen Jahren viele rechtliche Änderungen. Schieder wollte herausfinden, wo es noch gesetzliche Lücken gibt. Erika Fischer, verantwortliche Pflegefachkraft der Sozialstationen Schwandorf, Bruck, Teublitz und Nabburg, begrüßte die Bundestagsabgeordnete. Fischer orientierte sich am Leitspruch "Ambulant vor stationär", der vonseiten der Politik immer wieder zu hören sei.

Die Pflegekraft wollte Schieder einen Einblick in die Arbeit mit Patienten geben. Durch ambulante Pflege soll es vor allem möglich sein, die Selbständigkeit kranker, alter oder hilfsbedürftiger Menschen in ihrer vertrauten Umgebung so lange wie möglich zu erhalten. Gerade mit den Neuerungen, die das Pflegestärkungsgesetz 2 ab Januar 2017 mit sich bringen, wird das nochmals gefördert und unterstützt. Schon an der Vielfalt der Leistungen kann man erkennen, warum der Leitsatz des BRK-Kreisverbandes Schwandorf "Alle Hilfen aus einer Hand" lautet. So bietet der ambulante Pflegedienst des BRK unter anderem die Behandlungspflege an. Diese Leistungen müssen vom Arzt verordnet werden und haben einen medizinischen Hintergrund, etwa die Einnahme und Überwachung der Medikamente, die Betreuung von Diabetikern oder die Versorgung von Wunden.

Den größten Teil der ambulanten Pflege nimmt die Grundpflege ein, worin sich alle pflegerischen Maßnahmen wieder finden. Dazu zählen alle täglich anfallenden Tätigkeiten der Körperhygiene, die aufgrund des hohen Alters, Behinderung oder Erkrankung nicht mehr alleine oder nur durch Hilfestellung von Angehörigen oder Pflegekräften möglich sind. Damit der ambulante Pflegedienst all diese Dienste und Aufgaben bewerkstelligen kann, sind in der Sozialstation Teublitz momentan 15 Mitarbeiter. Sie versorgen rund 70 Patienten mit sieben Fahrzeugen. Beim ersten Hausbesuch in Bruck freut sich Amalie Janker auf das Eintreffen von Fischer und Schieder.

Fischer erklärte das Dokumentationssystem, das alle Pflegekräfte führen müssen. Am aufwendigsten ist für das Personal die Bürowirtschaft. Janker freute sich über das Gespräch mit der Pflegefachkraft sowie der Politikerin. Besonders zu schätzen weiß Janker auch die bestehende Hilfsbereitschaft der Nachbarschaft. Diese sind beim Einkaufen und anderen Dingen behilflich. Fischer betreut Janker schon längere Zeit. Janker wird aufgrund ihrer Diabetes dreimal täglich vom Pflegedienst besucht.

Vor der Verabschiedung des ersten Tourenbesuches lobte Janker den Pflegedienst: "Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit. Es sind nur brave Leute dabei." Sogleich ging es mit dem Auto weiter zum nächsten Hausbesuch.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.