Ein Motorradfahrer weiterhin in Lebensgefahr - Viele Trümmer und keine Zeugen
Schwere Aufgabe für Unfall-Gutachter

Symbolbild (Foto: dpa)

Der schwere Motorrad-Unfall, der sich am Dienstagabend am Ortsrand von Bruck ereignete (wir berichteten), wirft nach wie vor viele Rätsel auf. "Wir haben noch immer keinen direkten Zeugen, wir wissen nicht, wie der Zusammenprall zustande gekommen ist", formulierte der Sachbearbeiter bei der zuständigen Polizeiinspektion Burglengenfeld auf Nachfrage der NT-Redaktion das Hauptproblem, vor dem sowohl die Polizei als auch der eingeschaltete Gutachter stehen.

Gemeldet hat sich zwischenzeitlich jener Autofahrer, der vor dem Eintreffen der Polizei an der Unfallstelle gesehen worden war. Es stellte sich jedoch rasch heraus, dass er mit dem Unfallgeschehen selbst gar nichts zu tun hatte. Er war wohl nach der folgenschweren Kollision als Allererster an die Kreuzung gekommen und hatte Erste Hilfe geleistet. Als sich der alarmierte Rettungsdienst dann um die beiden Schwerstverletzten aus Wackersdorf und Bruck kümmerte, stieg er ein und fuhr weiter.

Zum Zustand der zwei verunglückten jungen Männer erfuhr die Polizei aus den Krankenhäusern, dass der 23-Jährige stabil sei, sich aber immer noch in Lebensgefahr befinde. Verbessert habe sich die Situation beim 17-Jährigen, der nun nicht mehr in akuter Lebensgefahr schwebe. Beide liegen jedoch noch auf der Intensivstation in Regensburg.

Unterdessen steht der hinzugezogene Unfall-Sachverständige vor einer Sisyphusarbeit. Anhand der vorgefundenen Spuren konnte auch er auf Anhieb keine Angaben darüber machen, wie der Unfall abgelaufen sein könnte. Ihm stehen nun die gesicherten Wracks der Honda und der Yamaha sowie Lacksplitter und andere deformierte Teile zur Verfügung. Von der Auswertung, die mehrere Tage beanspruchen kann, erhofft sich die Polizei weiterführende Aufschlüsse. Einstweilen gehen die Ordnungshüter davon aus, dass außer den beiden motorisierten Zweirädern kein drittes Fahrzeug am Unfall beteiligt war.
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