Helferkreis zieht Bilanz

Zahlreiche Brucker trafen sich, um ihre Arbeiten zur Hilfe und Integration der Flüchtlinge im Ort zu koordinieren. Der Helferkreis ist in vielen Bereichen engagiert und leistet wertvolle Arbeit, von der auch der Markt und seine Bürger profitieren.

Ein Bereich ist dabei vielen Bruckern schon aufgefallen. Denn die Flüchtlinge arbeiten inzwischen zahlreich in gemeinnützigen Bereichen wie im Altenheim, der Mittagsbetreuung oder dem Bauhof. Das sieht man auch den Grünanlagen und den gemeindlichen Gebäuden an. Im Vordergrund für die Asylbewerber steht dabei nicht der eine Euro zusätzliches Taschengeld je Stunde, sondern das Kennenlernen von Bruckern, das Ausfüllen der freien Zeit mit sinnvoller Tätigkeit und das Erlernen der Sprache, wie Maria Zwingmann betonte, die immer wieder Aufgaben vermittelt und sich regelmäßig um die Genehmigung der Tätigkeiten beim Landratsamt bemüht.

Auch den Kindern und Jugendlichen wird bei der Suche nach Praktikumsplätzen oder durch Nachhilfe unter die Arme gegriffen, was diese mit guten Leistungen danken. Viele sind im Sportverein und bei ihren Klassenkameraden inzwischen hervorragend aufgenommen, was dann besonders erfreulich ist.

Weitere Sprachkurse


Dass die Bürokratie inzwischen einen sehr großen Teil der Helferarbeit einnimmt, ist ebenso lästig, wie unvermeidlich. So wurde nach langer Suche einer Familie eine Wohnung vermittelt und die erforderlichen Anträge und Verträge auf den Weg gebracht. Ausgehend von einzelnen Sprachstunden in den Familien begann letztes Jahr ein erster Sprachkurs in Bruck, der über Spenden und die Gemeinde finanziert wurde. In den vergangenen Wochen entstanden nun zwei Kurse in Bruck und Nittenau, die von Christoph Zwingmann von der VHS Nittenau getragen und über die Agentur für Arbeit finanziert werden. So konnte die Gemeinde finanziell entlastet werden.

Darüber hinaus wurden junge, gut vorgebildete Syrer in die Sprachkurse der Uni Regensburg vermittelt. Etabliert hat sich der Gesprächskreis für neuankommende Flüchtlinge in der Bücherei, den momentan Lukas Klein und Ferdinand Ziegler leiten. Hier ist der Zuspruch so groß, dass man eventuell auf andere Räume ausweichen muss. In Vorbereitung ist nun noch ein Angebot speziell für Frauen im neuen Jahr, das sich Birgit Sperl und Martina Pfauntsch vorgenommen haben. So vermittelt der Helferkreis inzwischen in mindestens fünf Kursen und hält Kontakt zu den inzwischen über 100 Flüchtlingen. Eine Leistung, auf die der Helferkreis wirklich stolz sein kann, wie Manfred Pfauntsch betonte.

Hilfe bei Formalitäten


Daneben leisten die freiwilligen Helfer wertvolle Dienste bei Arztbesuchen, Vermittlung bei Unstimmigkeiten, Erledigung von Formalitäten, bis hin zur Anforderung von Reparaturen in den Wohnungen. Diese Hilfe wird jedoch stets mit einer großen Gastfreundschaft belohnt. Es ist kaum möglich, ohne eine Tasse Tee oder Kaffee wieder aus der Wohnung zu kommen, wie alle erfahren, die sich im Helferkreis engagieren.

Eine weitere erfreuliche Entwicklung gab es bei der Kleiderkammer des Ukrainehilfe-Vereins, wie Rosmarie Mehltretter und ihre Helferinnen berichten. Ab dem 16. Dezember öffnet die "Stöberkiste Kunterbunt" regelmäßig, jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr ihre Türen. Alle Brucker können dort Kleider und Haushaltswaren abgeben, tauschen und für einen geringen Betrag mit nach Hause nehmen.
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