Herbstversammlung der Gastronomen
Wirtshaussterben gebremst

Zwei Gaststätten hat der Markt Bruck verpachtet, das Gasthof "Zur Post" (siehe Bild), sowie die Gastronomie im Freizeitzentrum. Bild: mos

Steigende Übernachtungsund stabile Mitgliederzahlen stimmten den Kreisvorsitzenden Josef Auerbach zuversichtlich. Doch es gibt auch Schattenseiten, die maipulationssicheren Kassen zum Beispiel.

Knapp 20 Gastronomen trafen sich im Brucker Meisl-Saal zur Herbstversammlung des Kreisverbandes des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga Bayern). Kreisvorsitzender Josef Auerbach brachte nochmals die im vergangenen Jahr stattgefundenen Termine zur Sprache. Besonders erfreult gab er bekannt, dass sich die Mitgliederzahlen beim Kreis- sowie beim Landesverband stabilisieren.

Auf den Bericht des Kreiskassiers Gerhard Straller wurde verzichtet, da dieser zur Neuwahl bei der nächsten Frühjahrsversammlung auf der Tagesordnung stehe. Bürgermeister Hans Frankl sagte: "Die Gaststätten im Gemeindegebiet werden gut angenommen." Ihm sei bewusst, dass es eine Herausforderung sei, einen Gasthof rentabel zu betreiben. Erfreut zeigte er sich über steigende Übernachtungszahlen und zunehmenden Fremdenverkehr. Mit dem Resümee, dass die Gaststätten Werte erlangt haben und sich nicht zu verstecken bräuchten, schloss der Bürgermeister seine Rede.

Bezirksgeschäftsführer und Rechtsanwalt Ulrich J. Korb trug den Branchenbericht vor. Bezüglich der aktuellen Lage, die Registrierkassen und Kassensysteme manipulationssicher zu machen, riet er, mit dem Kauf noch zu warten. Der Dehoga Bayern fordere hier eine Verlängerung des Nichtbeanstandungszeitraumes unter bestimmen Voraussetzungen bis 31. Dezember 2022 um Planungs- und Investitionssicherheit herzustellen. In Sachen Wlan-Störerhaftung sehe das Bundeswirtschaftsministerium nur wenige Monate nach Inkrafttreten des neuen Telemediengesetzes Bedarf für Nachbesserungen. Korn riet, entweder ein Passwort zu vergeben oder der Gast müsse entsprechende Nutzungsbedingungen anerkennen.

Außerdem wird der Mindestlohn ab 1. Januar um 34 Cent auf 8,84 Euro pro Stunde angehoben. In den Statistiken und Zahlen konnte der Oberpfälzer Wald gegenüber dem Vorjahr ein erfreuliches Plus bei den Übernachtungen vorweisen. Dietmar Wagner und Stefan Frick von der PKV Hilfe aus Augsburg informierten über die Kostenfalle Krankenversicherung. Bis zu 50 Prozent ihrer privaten Krankenversicherungsbeiträge können die Versicherten sparen. Das Augenmerk liege hier auf einem Tarifwechsel innerhalb der Versicherungsgesellschaft. So sei der Fortbestand der Altersrückstellungen gesichert.
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