Irmtraud Hermann feiert 85. Geburtstag
Aus Schicksal Tugend gemacht

Irmtraud Herrmann (mit Blumenstrauß) feierte ihren 85. Geburtstag im Kreise ihrer Lieben. Tochter Hannelore und Bürgermeister Hans Frankl gratulierten. Bild: mos

Irmtraud Herrmann feierte bei guter Gesundheit ihren 85. Geburtstag. Familie und Verwandtschaft kamen zum Feiern. Die Jubilarin blickte zurück und sprach vor allem über ihre Näharbeiten, mit der sie ihr Geld verdiente - obwohl sie niemand als Schneiderin einstellte.

Hermann ist das erste von vier Kindern von Erna und Erwin Schiller. Im Februar 1945 zog sie von ihrem Geburtsort Niederschlesien nach Bruck. Nach der Schulzeit wollte sie den Beruf der Schneiderin lernen. Leider kam sie jedoch nicht zum Zug, weil die einheimischen Bewohner bei den Arbeitgebern bevorzugt eingestellt wurden. Also machte sie aus ihrem Schicksal eine Tugend. Sie arbeitete zu Hause als Hausfrau. Mit Heimarbeit verdiente sie ihren Lohn. Bei ihr zu Hause gab es mit Handnaht gefertigte Lederhandschuhe. Herrmann organisierte den Vertrieb zu den Firmen Lederware Schwenkel, Metzingen, sowie Lederhandschuhe Knauer, Erlangen. 30 Heimarbeiterinnen betreute sie und organisierte die Auftragsabwicklungen sowie die Lohnabrechnungen.

1952 schloss sie mit Johann Herrmann den Bund der Ehe. Eine Tochter und ein Sohn, drei Enkelkinder sowie vier Urenkelkinder gehören zur Familie. Die Jubilarin verbringt ihre Zeit mit Handarbeiten wie stricken und häkeln. Lesen bereitet ihr auch große Freude. Beim Frauenbund in Bruck ist sie seit rund 25 Jahren Mitglied. 16 Jahre lang leitete sie die damals im 2. Stock des Rathauses befindliche Gemeindebücherei. Bürgermeister Hans Frankl gratulierte und überreichte zum Ehrentag einen Blumenstrauß sowie ein Präsent.
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