Kapellenverein Mappach
Käsbauer wiedergewählt

Seit 30 Jahren besteht die Kapelle in der Ortsmitte von Mappach. Das ganze Jahr wird das kleine Kirchlein mit Leben erfüllt. Gottesdienste und Andachten werden abgehalten. Und so mancher nutzt die Möglichkeit, hier für sein Anliegen zu beten.

Der Kapellenverein Mappach engagiert sich das gesamte Jahr über. Neben den Berichten des Vorstands waren Neuwahlen bei der Jahresversammlung im Landgasthof Mappach fällig. "Wir wollen sie nicht mehr missen", betonte Vorsitzender Johann Käsbauer beim Rückblick auf die 30 Jahre des Bestehens der Kapelle. "Mit all unseren Sorgen und Nöten sind wir immer herzlich willkommen in diesem Ort der Ruhe und Besinnung."

Läuten auf die Sekunde


Eng verknüpft sind die Feierlichkeiten mit Pfarrer Helmut Brunner, der 2015 die Pfarrei verlassen hat. Mit ihm wurden in den vergangenen 15 Jahren 45 Mal Gottesdienst in der Kapelle gefeiert, sowie das 20- und 25-jährige Jubiläum. Mittlerweile hat auch sein Nachfolger, Pfarrer Andreas Weiß, einige Gottesdienste hier abgehalten. 97 Mitglieder umfasse der Kapellenverein derzeit, nach zwei Todesfällen und drei Neuaufnahmen. Anfang des Jahres wurde die alte Schaltuhr der Glocken durch eine neue programmierbare Funkschaltuhr nachgerüstet. Dadurch läuten die Glocken nun sekundengenau. Eine Reisegruppe aus dem gleichnamigen Mappach im Markgräfler Land habe die Kapelle im Frühjahr besichtigt. Der Gegenbesuch sei, gemeinsam mit der Brucker Feuerwehr, im Herbst erfolgt.

Käsbauer dankte unter andreem Claudia Bierler, die sich das gesamte Jahr über dem Blumenschmuck annimmt, sowie allen Frauen, die für die Sauberkeit in der Kapelle sorgen, der Familie Bierler, die für das Öffnen und Verschließen der Kapelle jeden Sonntag Verantwortung zeige. David und Andrea Duscher besorgen die Mäharbeiten und Josef Jehl läutete die Glocken, auch ihnen galt der Dank des Vorsitzenden, neben all denen, die ihn in seiner Tätigkeit stets unterstützt haben.

Stellvertretender Bürgermeister Robert Feuerer sprach von einer "Erfolgsgeschichte" hinsichtlich des Bestehens der Kapelle. Der gepflegte Eindruck der Kapelle habe Auswirkungen auf Mappach und Bruck. Das kleine Kirchlein sei ein Aushängeschild für die Marktgemeinde. Der Vorstand sei ein gutes Team. Den zu Ehrenden dankte er für ihre Treue. Pfarrer Andreas Weiß erzählte von "Die Arche des Herrn", eine Kirche, die Ende der Siebziger Jahre im polnischen Nowa Huta erbaut worden war. Das Besondere daran sei, dass Nowa Huta die erste vorbildliche sozialistische Stadt in Polen werden sollte, eine Stadt ohne Gott. Doch die gelang dem Regime nicht.

Vorsitzender bestätigt


Stattdessen konnte ein Bauplatz erworben werden. Nachdem die ersten Messen im Freien abgehalten worden waren, entstand eine Basilika, die sogar der Papst später besucht habe, Johannes Paul II. Die Widerstandsbewegung habe sich durchgesetzt und damit gezeigt: "Eine Stadt ohne Kirche gibt es nicht" und "Die Mitte dieser Stadt muss der Herrgott selber sein". Ähnliches sei auch in Bruck geschehen: Hier habe man sich nicht mehr mit einem Dorfkreuz begnügt, was auf den ehemaligen Bischof Krautbauer zurückgehe. Mit der Kirche habe man einen Ort geschaffen, der zeige, Gott sei einem hier nahe.

Über Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft freuten sich Erich und Irene Hartl. Die Neuwahlen brachten folgende Ergebnisse: Vorsitzender bleibt Johann Käsbauer. Als zweiter Vorsitzender fungiert Karin Beyerl. Die Kasse führt David Duscher. Schriftführerin ist Verena Rötzer. Zu Beisitzern gewählt wurden Stefan Rötzer, Johann Baier, Gabi Baier, Andrea Duscher und Claudia Bierler. Die Kasse prüft Anton Baier.
Mit all unseren Sorgen und Nöten sind wir immer herzlich willkommen in diesem Ort der Ruhe und Besinnung.Vorsitzender Johann Käsbauer
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