Malesherbes und Bruck seit 20 Jahren verbunden
Partner sind längst Freunde

Zu einem Jubiläum gehören Ansprachen: Werner Spitzer übersetzte (von links) die Reden von Bürgermeisterin Delmira Dauvilliers, Bürgermeister Hans Frankl, Renate Wittmann, Marie-Jo Dreux, Gerard Meyer und dem Abgeordneten Michel Guérin. Bilder: mos (3)

Das große Europa steckt in der Krise, im kleinen Rahmen klappt die Freundschaft aber bestens. Bruck und Malesherbes in Frankreich sind seit 20 Jahren Partner. Aus kleinen Anfängen ist längst viel mehr geworden.

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft zwischen Bruck und Malesherbes wollte mit den Freunden feiern, und so ging's Mitte Mai mit einer 40-köpfigen Abordnung in die Partnerstadt Malesherbes, die rund 80 Kilometer südlich von Paris liegt.

Empfang im Rathaus


Die Gruppe mit Vorsitzender Renate Wittmann und Bürgermeister Hans Frankl an der Spitze wurden freudig im Rathaus von einem portugiesischem Chor begrüßt, ehe nach den Begrüßungsreden die Nationalhymnen angestimmt wurden. Bei Aperitif und Tapas wurden alte Kontakte aufgefrischt. Die Brucker Gäste wurden von Familien untergebracht.

Das Malesherber Druckerei-Museum stand auf dem Besuchsprogramm. Jeder Besucher erhielt ein gedrucktes Porträt von Gutenberg und die Initialen seines Namens als Bleilettern. Abends traf man sich in der Stadthalle Grand Ecrin zum gemeinsamen Abendessen. Nach den Festreden wurden die Gastgeschenke überreicht. Eine Fahrt nach Paris bildete einen weiteren Reisehöhepunkt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten standen auf dem Programm, ehe die Gäste die Nationalversammlung besuchten.

Den nächsten Nachmittag füllte ein gemeinsames Sportprogramm. Ein Treffen mit dem Malesherber Tischtennisvereins war organisiert worden. Die bereit gestellten Tischtennisplatten wurden eifrig genutzt. Beim kleinen ausgetragenen Turnier erlangten die Brucker Tischtennisfreunde den Sieg. Sie wurden dafür auch ausgezeichnet.

Neue Urkunden


Bei einer weiteren großen Zusammenkunft in Grand Ecri standen die Festreden der Bürgermeister und Vereinsvorsitzenden an. Die Redner ließen die 20 Jahre Partnerschaft Revue passieren. Dabei wurden erneut Urkunden unterzeichnet, um das freundschaftliche Verhältnis zu bekräftigen.

In seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Hans Frankl daran, was in 20 Jahren Städtepartnerschaft entstanden sei. In den öffentlichen, sozialen, kulturellen, sportlichen, politischen und zwischenmenschlichen Bereichen habe jede Gemeinde eine Bereicherung erfahren. "Jeder Bürger kann zur Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland beitragen. Jeder einzelne Bürger trägt hier Verantwortung.", sagte Frankl.

Die Vereinsvorsitzende Renate Wittmann bekräftigte: "Angesichts der schwierigen Lage in Europa sollen unsere Länder Frankreich und Deutschland noch näher zusammenrücken. Dies wird aktiv in unseren beiden Vereinen gelebt." Als Überraschung gab es eine Cabaret-Show. Das mitgebrachte Oberpfälzer Bier aus den Steinkrügen floss bis in die Morgenstunden aus den mitgebrachten Fässern.

Am 26. November 1996 war der offizielle Partnerschaftsverein gegründet worden. Als Vorsitzender wurde damals Gerd Habermeier gewählt. Nach sechs Jahren folgte Kurz Eckert. Von 2006 bis 2015 übernahm Helmut Ertel den Vorsitz. Seitdem führt Renate Wittmann den Verein.
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