Neujahrskonzert im Freizeitzentrum

Die Blaskapelle begeisterte beim Neujahrskonzert mit ihrem Auftritt. Bilder: lfr (2)
 
Gerhard Engel vom Nordbayerischen Musikbund (rechts) und die beiden Musikverein-Vorsitzenden Hans Beck jun. (Zweiter von rechts) und Hans Baier (Vierter von links) zeichneten langjährige Aktive aus.

Den ersten Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Marktgemeinde bot der Brucker Musikverein mit seiner Blaskapelle mit dem Neujahrskonzert im Freizeitzentrum. Neben den musikalischen Darbietungen wurden auch verdiente Mitglieder der Kapelle für ihre jahrelange Tätigkeit als Musiker geehrt.

Über 300 Gäste begrüßte 2. Vorsitzender Robert Feuerer, der mit seiner Moderation durch den Abend zum 4. Neujahrskonzert des Brucker Musikvereins im Freizeitzentrum führte. Zum Auftakt spielte die Kapelle, angeführt von Kapellmeister Manfred Kramer, Konzertmarsch "Salemonia", der 2008 unter dem Dirigat des Komponisten Kurt Gäble uraufgeführt wurde.

Langanhaltende Ovationen


Mit der "Festlichen Serenade" von Komponist Hans Hartwig boten die Musiker feierliche Abendmusik, in Tradition der deutschen Militärmusik, gefolgt von einem der bekanntesten Schlager der Operttengeschichte, dem Wolgalied aus "Der Zarewitsch". Dieses Stück erlangte seine Berühmtheit durch den deutschen Sänger Hans Rolf Rippert, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Ivan Rebroff.

Einen der Höhepunkte des Abends bot der Kaiser-Walzer von Johann Strauss, den dieser seiner Zeit für die Eröffnung des Berliner Konzertsaals komponiert hatte. Beginnend mit einer leisen Fanfare in der kleinen Trommel und den Holzbläsern im Marschrhythmus erklang der erste Walzer vom Cello eingeleitet. Der zweite Walzer hatte seinen Beginn in einer sehnsuchtsvollen Melodie bevor kräftige Rhythmen den dritten Walzer einleiteten. Im vierten Walzer ließen die Musiker das sehnsuchtsvolle Thema, das am Ende vom ersten Thema abgeschlossen wurde erklingen.

In der Coda ließ das Orchester, wie bei Strauss üblich, nochmal den ersten Walzer in vollem Glanz erklingen. Nach einem Crescendo brachte die Brucker Blaskapelle das Stück zu einem würdigen Ende und erntete für den 14 Minuten andauernden Walzer langanhaltenden Beifall vom Publikum. Nach dem "Hoch Heidecksburg Marsch" aus der Feder von Komponist Rudolf Herzer verabschiedeten sich die Musiker in die Pause.

Mit der flotten Polka "Trompeten-Express" von Ernst Hoffmann startete der zweite Teil, gefolgt von einem "James Last Golden Hits Medley" nach einem Arrangement von Steve McMillan mit dem man die Arbeit des im vergangenen Jahr verstorbenen Ausnahmetalents James Last würdigte. Mit der Darbietung des Stücks "Freunde für immer", für Kapellmeister Manfred Kramer eine Herzensangelegenheit, zeigten die Brucker ihre Wertschätzung für Daniel Käsbauer aus Seebarn, der diese böhmische Polka geschrieben hat. Frei nach seinem Motto "A gscheide Polka braucht sei Zeit...". Zum Abschluss entführte die Kapelle ihre Gäste mit einem Italo-Pop-Medley nach Bella Italia und wurde für ihre Darbietungen und den abwechslungsreichen Abend mit langanhaltenden Ovationen belohnt.

Gemeinsam mit Gerhard Engel, Vizepräsident des Nordbayerischen Musikbundes und zugleich Bezirksvorsitzenden in der Oberpfalz nahm Vorsitzender Hans Beck jun. die Ehrungen fünf verdienter Musiker vor. Gerhard Engel lobte die Brucker Blaskapelle für ihr Können und ihr harmonisches Zusammenspiel. Gerade die Konstellation aus Jung und Alt gäbe eine stimmige Symbiose, so Engel.

Halbes Jahrhundert aktiv


Für 25 Jahre aktives Musizieren erhielt Monika Kramer die Ehrennadel in Silber des Nordbayerischen Musikbundes. Mit der goldenen Ehrennadel des Nordbayerischen Musikbundes wurden Lothar Stopf, Anton Schuierer und Georg Schuhbauer sen. für 50 Jahre als aktive Musiker ausgezeichnet. Für seine 40jährige Tätigkeit als Dirigent erhielt Kapellmeister Manfred Kramer ebenfalls die goldene Ehrennadel.
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