Schwammer vor der Haustür
Riesenporling in der Holzlege

Das Ehepaar Christa und Sepp Steiner ist stolz. Normalerweise geht man davon aus, dass Schwammerln in der freien Natur, im Wald, gefunden werden. Bei Steiners verhält es sich aber anders.

Ein gigantischer Riesenporling wächst in der komplett überdachten Holzlege. Quasi unter der Erdschaufel des Traktors hat sich der Pilz entwickelt. Sein Nährboden ist ein Baumstumpf, der von einer vor Jahren gefällten Eiche stammt.

Auf Nachfrage beim "Schwammerlpapst" Helmut Zitzmann aus Hainsacker erklärte dieser, dass es sich dabei um den Riesenporling (Meripilus giganteus) handelt. Er schwärzt an Stellen, an denen er berührt oder verletzt wurde sowie im Alter. Die Art gilt jung als essbar, wird aber recht schnell zäh und damit ungenießbar.

Der Pilz befällt auch lebende Laubbäume und sorgt durch Verstopfen der Leitungsbahnen für ein baldiges Absterben sogar großer Bäume. Er geht aber auch auf totes Holz, vor allem auf Stümpfe von mächtigen alten Eichen oder Buchen. Das Myzel durchdringt alle holzigen Teile. In Mitteleuropa bildet der Riesenporling die größten und schwersten Sammelfruchtkörper. Er kann bis zu 70 Kilo schwer werden.
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