Übergriff auf Asylbewerberheim in Bruck geklärt
Er wollte Ausländern Angst machen

Mit dem Flaschenwurf gegen einen Rolladen der Asylbewerberunterkunft in Bruck wollte ein 38-Jähriger laut Polizei "Ausländern Angst machen und sich Respekt verschaffen." Bild: hfz

Die Kripo Amberg hat den Übergriff auf das Asylbewerberheim in Bruck geklärt: Sie nahm am Dienstag einen dringend tatverdächtigen 38-jährigen Mann fest. Als Motiv habe er sein "schlechtes Verhältnis" gegenüber Ausländern genannt.

Am 7. Februar hatte kurz nach Mitternacht ein Bewohner der Asylbewerberunterkunft in der Unteren Bachgasse bei der Integrierten Leitstelle Amberg angerufen und mitgeteilt, dass eine Flasche gegen ein Fenster der Unterkunft geworfen worden sei. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein zu diesem Zeitpunkt noch Unbekannter eine leere Flasche gegen das Rollo eines Erdgeschossfensters geschleudert hatte. Außerdem lagen vor dem Gebäude mehrere Zettel mit fremdenfeindlichen Parolen.

Bereits kurze Zeit nach der Aufklärung eines Angriffs gegen ein Asylbewerberheim in Hirschau gelang es den Ermittlern der Kripo Amberg nun, auch die Tat in Bruck zu klären. Die Beamten der eigens gegründeten Ermittlungsgruppe "07.02." der Kriminalpolizeiinspektion Amberg nahmen am Dienstag einen dringend Tatverdächtigen fest. Während der intensiven Ermittlungen im Nahbereich von Bruck und auch im weiteren Umfeld, führte die beschleunigte Auswertung der am Tatort gesicherten Spuren die Ermittler zu einem 38-jährigen in Bruck wohnenden Mann, den die Beamten gestern widerstandslos festnehmen konnten. Am gleichen Tag durchsuchten sie, mit einem entsprechenden Beschluss des Amtsgerichtes Amberg in der Tasche, seine Wohnräume. Bei der Aktion wurden Gegenstände sichergestellt, die möglicherweise mit der Tat in Verbindung zu sehen sind. Dies bedarf jedoch noch einer weiteren gutachterlichen Abklärung.

Bei seiner Vernehmung durch die Ermittlungsgruppe "07.02." räumte der 38-Jährige laut Polizei die Tat ein. Als Motiv gab er an, ein "schlechtes Verhältnis" gegenüber Ausländern zu haben. Aus diesem Grund habe er ihnen "Angst machen und sich Respekt verschaffen" wollen.

Nach jetzigem Stand gehen die Ermittler von einer Alleintäterschaft des Mannes aus. Bislang trat er wegen politisch motivierter Straftaten nicht in Erscheinung, ist der Polizei jedoch wegen anderer Delikte bekannt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.