Volkstrauertag in Bruck
„Frieden und Freiheit fordern“

Bürgermeister Hans Frankl (Zweiter von links), Soldaten, die Musikkapelle und Dorfbewohner gedachten der Toten und Vertriebenen. Bild: mos

In Bruck hat es schon lange Tradition am Vorabend des Volkstrauertages der Gefallenen, Verstorbenen und Vertriebenen zu gedenken, die wegen Krieg, Terror und Verfolgung ihr Leben ließen. Auch heuer zog nach der Vorabendmesse vom Marktplatz aus ein Fackelzug zum Kriegerdenkmal.

Die Musikkapelle Bruck führte diesen unter der Leitung von Manfred Kramer an. Neben den Vertretern der Gemeinde, Bürgermeistern und Markträten nahmen auch zwölf Vereine und Gruppierungen an der Gedenkfeier teil. Auch die 8. Kompanie des Feldjägerregiments 3 aus Roding waren mit drei Soldaten vertreten. Zu Beginn der Feier am Kriegerdenkmal trugen die Schülerinnen der 6. Klasse der Mittelschule Bruck, Sofia Crepaldi und Anna Maria Schächerer, das Gedicht von Anne Gronenberg "Nähe schenken" vor.

Bürgermeister Hans Frankl mahnte, dass niemals das unsagbare Leid aus früheren und auch jetzigen Zeiten vergessen werden darf. "Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens und ihre Bedeutung als solche wird immer zunehmen. Wir dürfen weiterhin nicht nachlassen, ständig zu mahnen und anzuprangern, dass Krieg, Mord und Totschlag keine Lösung für Konflikte sind", sagte das Gemeindeoberhaupt. Er schloss mit den Worten: "Wir müssen Frieden und Freiheit fordern und immer versuchen, den Weg der Versöhnung zu gehen. Das ist unsere gemeinsame Aufgabe."

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Bruck, Siegfried Mindel, legte Hans Frankl zu Ehren der Toten einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. Pfarrer Andreas Weiß betete "Mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens". Drei Salutschüsse, brennende Feuerschalen auf der Mauer des Kriegerdenkmals sowie die Fahnen der Marktgemeinde und der Bundesrepublik verliehen der Feier einen würdigen Rahmen. Am Ende stimmten alle gemeinsam zur deutschen Nationalhymne ein. Der Bürgermeister sowie Siegfried Mindel bedankten sich bei allen für deren Beteiligung.
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