Action-Sportfilm von Burglengenfelder bei Schwandorfer Dokumentarfilmtage
Weltmeisterlich über Wasser

Andy Kolb aus Burglengenfeld gehört zu den weltbesten Wakeskatern. Jetzt hat er einen Film gedreht, der bei den Zwickl-Filmtagen in Schwandorf läuft. Bild: Mario Klug/hfz
Freizeit
Burglengenfeld
16.09.2016
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Gymnasium, Fachoberschule, Abitur: Bis zum 20. Lebensjahr lief bei Andy Kolb "alles normal". Doch dann begann seine "kreative Phase". Statt zu studieren, fuhr er lieber Wasserski. In der Sparte "Wakeskating" gehört er heute zu den weltweit besten Fahrern.

Burglengenfeld/Schwandorf. "Wakeskating" ist "Wakeboarden ohne Bindung, also viel schwerer und gefährlicher. Bänderverletzungen sind für Andy Kolb ganz normal. Doch einmal hat es ihn schlimmer erwischt. Nach einem Trümmerbruch im Oberschenkel musste er wochenlang pausieren.

Andy Kolb ist in der ganzen Welt zu Hause. Seine Heimat aber bleibt Burglengenfeld. Dort, wo seine Eltern leben. Vater hat den Sohn von Anfang an ermutigt, Mutter war zunächst skeptisch. "Mittlerweile steht sie auch hinter dem, was ich mache", erzählt der junge Mann. Momentan ist Andy Kolb zu Hause und kuriert wieder einmal eine Verletzung aus. Im Oktober geht es dann auf die Philippinen. Dort finden die Weltmeisterschaften statt.

Als Profi hat der zweifache Weltmeister zwar Sponsoren gefunden, doch leben kann er davon nicht. Zum Geldverdienen benötigte er eine weitere kreative Idee. Andy Kolb besuchte die Filmhochschule in München und drehte zum Abschluss einen 40-minütigen Action-Sportfilm, der seit zwei Jahren in den Kinos läuft. Am 17. und 21. September ist "The Debut", so der Titel, auch im alten Metropol-Kino in Schwandorf während der Dokumentarfilmtage "Zwickl" zu sehen. Andy Kolb wird selbst vor Ort sein und über die Entstehung berichten. Zwölf Monate lang drehte er auf fünf Kontinenten mit neun der weltbesten Fahrer. Herausgekommen ist ein "klassischer Wakeskating-Film" mit rasanten Schnitten. Andy Kolb kennt die Zwickl-Initiatorin Anne Schleicher, ebenfalls eine begeisterte Wasserskifahrerin, schon länger, hat sie zwischendurch aus den Augen verloren und mit ihr im Vorfeld der Schwandorfer Dokumentarfilmtage (17. bis 25. September) wieder Kontakt aufgenommen. Mittlerweile arbeitet der Filmemacher auch als freiberuflicher Editor und Spezialist für rasante Schnitte. Daneben bleibt aber genügend Zeit, um auf der "Hausstrecke" am Steinberger See zu trainieren. Auf der "WildWakeSki-Anlage" hat er vor 15 Jahren auch seine ersten Runden gedreht.
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