Die Dietldorfer hatten das Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim zum Benefizkonzert eingeladen
Da habe ich Musik gehört

Das Heeresmusikkorps der Bundeswehr aus Veitshöchheim gastierte auf Einladung der Blaskapelle Dietldorf in der Burglengenfelder Stadthalle. Bild: bö
Kultur
Burglengenfeld
17.10.2016
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Für Valerie Henning war das Solospiel auf der Querflöte aus Concertino Classico eine Premiere - sie war die Prinzessin des sinfonisches Werkes von Philip Sparke

Das Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim gastierte mit einem Benefizkonzert in der Burglengenfelder Stadthalle. Die Blaskapelle aus Dietldorf hatte die Kontakte für dieses Großereignis konzertanter Blasmusik geknüpft.

Burglengenfeld/Dietldorf. (bö) Ein Platz an der Sonne, der war den Zuhörern auf jeden Fall garantiert, auch wenn es "nur" die Melodie der Fernsehlotterie war. Das Interesse war riesig für das Benefizkonzert des Musikkorps der Bundeswehr aus Veitshöchheim in Burglengenfeld.

An Land gezogen hat den dicken Fisch in Sachen exzellenter Blasmusik der Dirigent der Dietldorfer Blaskapelle, Volker Schmidt. Als Leiter des Schulstabes der Unteroffiziersschule des Heeres in Delitzsch hat er einen großen Teil des Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim samt des musikalischen Leiters, Oberstleutnant Roland Kahle, kennengelernt.

Knapp 500 Zuhörer


Am Wochenende waren die Veitshöchheimer Militärmusiker aus der unterfränkischen Galaxie in die benachbarte Oberpfalz gekommen. "Das ist eigentlich gar nicht so weit", meinte Oberstleutnant Kahle. "Ein paar Stunden mit dem Bus, dann waren wir in Burglengenfeld." Dass die Oberpfalz in Sachen Militärmusik eine besondere Bedeutung für die Bundeswehr hat, daran erinnerte das Orchester als Hommage an das Heeresmusikorps IV mit dem Traditionsmarsch der Regensburger, dem Von- der-Thann-Marsch sehr zur Freude von knapp 500 begeisterten Zuhörern in der Stadthalle."Da habe ich Musik gehört", meinte auch Bürgermeister Thomas Gesche. Für Blaskapellen-Vorsitzende Maximilian Beer war es das größte Ereignis in seiner noch kurzen Zeit als Verantwortlicher, dieses besondere Musikerlebnis anzukündigen zu dürfen. Er freue sich, aus dem Konzerterlös viel weitergeben zu können. Die Nachwuchsarbeit der Blaskapelle Dietldorf, die Tafel im Städtedreieck und nicht zuletzt die Kinder- und Jugendhilfe von "Sweet, sweet, smile" freuen sich auf Unterstützung.

Qualität und Vielfalt präsentierte das Vorzeige-Orchester der Bundeswehr nicht nur in Sachen Militär- und Marschmusik, sondern auch mit den schönsten Melodien aus der "Verkauften Braut" des tschechischen Komponisten Bedrich Smetana. "Es macht Spaß, diese Musik zu spielen", meinte Oberstleutnant Roland Kahle am Kommandantenpult seines intergalaktischen Musikraumschiffes. "Seit 54 Jahren sind wir schon in den verschiedensten Galaxien unterwegs gewesen, ehe wir zu diesem Fast-Heimspiel andocken konnten." Dazu hörte das begeisterte Publikum den gigantischen Klangkörper von über 50 Akteuren. Diese boten Auszüge aus Star Wars und der angegliederten Saga auf höchster musikalischer Ebene.

Ein Jahr ohne Sommer


Das Orchester erinnerte zudem mit der Jan-van-der-Rost-Saga an den Ausbruch des indonesischen Vulkan Tambora, der mit gigantischen Feuersäulen im Jahr 1815 der Welt ein Jahr ohne Sommer beschert hatte. Ganz anders dazu das 2008 veröffentlichte Concertino Classico von Phillip Sparke als eine melodiöse Meisterleistung filigraner Tischmusik. Prinzessin der Komposition war zum ersten Mal Valerie Hennig an der Querflöte. Typisch amerikanischen Militärmusik-Sound zauberte das Ensemble mit dem Marsch "Hands across the Sea" von John Philip Sousa mit bestechender Klanglichkeit in die Halle. Dazu kam der österreichische Marsch (Julius Fucik) "Unter der Admiralsflagge" als Erinnerung an die kaiserliche Marine.

Ein Glanzstück aus dem James-Last-Medley war sein unverkennbares Harmonika-Arrangement von "Biscaya". Mit dem Von-der-Thann-Marsch und dem Bayernlied ließen die Veitshöchheimer den Abend konzertanter Blasmusik ausklingen.
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