31-Jähriger rastet in Wohnheim aus - Mehrere Verletzte
Mit Teppichmesser Bewohner bedroht

Lokales
Burglengenfeld
17.05.2015
0
0
Ein randalierender Bewohner hat am Freitag in einer sozialtherapeutischen Einrichtung in Burglengenfeld mehrere Menschen verletzt. Wie die Polizei mitteilte, rastete der 31-Jährige aus wohl nichtigem Grund völlig aus und bedrohte zunächst andere Bewohner. Dann begann er zu randalieren.

Dabei verletzte er zwei Heimbewohner, die sich jeweils ein Handgelenk brachen. Einen weiteren Bewohner verfolgte der 31-Jährige mit einem Teppichmesser in der Hand. Die Heimleitung rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, war der 31-jährige immer noch äußerst aggressiv gegenüber den Anwesenden und der Polizei, ließ aber auf Aufforderung der Polizeibeamten unter wüsten Beschimpfungen und Beleidigungen zumindest das Teppichmesser fallen. Beruhigt hatte sich der Mann aber noch nicht: Er versuchte erneut, andere Bewohner anzugreifen. Die Polizeibeamten mussten ihn durch unmittelbaren Zwang davon abhalten.

Dabei verletzte der 31-Jährige einen Polizeibeamten mit einem Tritt gegen das Schienbein. Der Randalierer wurde wegen Fremdgefährdung ins Bezirksklinikum eingewiesen. Den 31-Jährigen erwarten nun Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

Als Grund für den Ausraster konnten die Ermittler bisher nur eine "niedrige Toleranzschwelle" nennen. Die Verletzungen des Polizeibeamten erweisen sich als nicht schwerwiegend, er konnte im Dienst bleiben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7906)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.