70-Jähriger mit 2,3 Promille hält Polizei und Krankenhaus in Atem
Alkohol: "Völlig ausgerastet"

Lokales
Burglengenfeld
23.11.2014
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Die Beamten der Polizeiinspektion sahen sich am Wochenende mit einem äußerst renitenten Senior konfrontiert. Am Samstag um 1 Uhr stieg laut Polizeibericht der 70-jährige Fahrer eines Pkw am Marktplatz aus, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Dabei fiel er ohne Fremdeinwirkung zu Boden und verletzte sich am Hinterkopf. Die von Passanten gerufenen Polizeibeamten stellten fest, dass der Mann offensichtlich stark unter Alkoholeinfluss stand.

Bereits bei der ärztlichen Untersuchung vor Ort zeigte sich der 70-jährige aggressiv und unkooperativ. Zur weiteren Untersuchung sollte er ins Krankenhaus Burglengenfeld verbracht werden. Im Sanka beleidigte er den begleitenden Polizeibeamten mehrfach heftig. Im Krankenhaus ging der Mann dann plötzlich auf die Polizeibeamten los und versuchte sie mit Faustschlägen zu treffen.

Nachdem sie vergeblich versuchten, ihn mit Worten zu beruhigen, mussten sie unmittelbaren Zwang anwenden und den 70-Jährigen zu Boden bringen und fixieren. Noch liegend trat der Mann mit den Beinen nach ihnen und verletzte dabei einen Beamten leicht am Finger. Um den Mann überhaupt behandeln zu können, führten sie ihn anschließend ins Behandlungszimmer und fixierten ihn an der Liege. Dabei beleidigte er weiter die beiden Polizeibeamten. Zudem trat der 70-Jährige wild um sich und traf dabei auch eine Krankenschwester, die dadurch am Kinn- und Brustbereich verletzt wurde.

Da der 70-Jährige deutlich unter Alkoholeinfluss stand, wurde ein Alkotest mit dem Ergebnis 2,3 Promille vorgenommen. Die Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheines folgten. Nach den polizeilichen Maßnahmen konnte der Mann an seine Frau übergeben werden, zumal die Verletzung am Hinterkopf, die vom Stutz herrührte, keine weitere Überwachung erforderlich machte. Warum der 70-Jährige so aggressiv war, konnte bis dato nicht geklärt werden. Am Sonntag fiel um 0.55 Uhr einer Polizeibeamtin privat ein Fahrzeugführer auf, der in Leonberg offensichtlich unsicher unterwegs war. Sie verständigte die zuständige Streife der PI Burglengenfeld, die den Fahrer einer Kontrolle unterzog. Die Beamtin hatte sich nicht geirrt. Ein Alkotest ergab über 2 Promille. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an und der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt. Zudem ergeht eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

Eine Strafanzeige erwartet den 16-jährigen Fahrer eines Leichtkraftrades. Bei einer Verkehrskontrolle am Samstagnachmittag in Leonberg wurde festgestellt, dass das Kennzeichen seines Krades fast waagrecht hochgebogen war. Das Kennzeichen war dadurch so gut wie nicht mehr ablesbar. Dies stellt den Straftatbestand des Kennzeichenmissbrauchs dar. In Teublitz wurde am Freitag bei der Verkehrskontrolle ein Autofahrer angehalten, der offenbar unter Drogeneinfluss stand. Er gab den Konsum auch selbst zu. Es folgte die Blutentnahme. Zudem ergeht eine Strafanzeige wegen einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
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