ASV hofft auf kleine Sensation

Mittelstürmer Benjamin Epifani erzielte beim 3:2-Sieg des ASV Burglengenfeld gegen den FC Eintracht Bamberg zwei Treffer. Der Torjäger des Bayernliga-Neulings ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Bild: rid
Lokales
Burglengenfeld
21.08.2015
1
0

Gute 60 Kilometer liegen zwischen den beiden Städten. Noch nie sind die Fußballvereine im Ligaspielbetrieb aufeinandergestoßen. Aber am Freitag kommt es zum Derby in der Bayernliga. Der ASV Burglengenfeld muss zur SpVgg SV Weiden.

Klar, dass einige Burglengenfelder die Fahrt nach Weiden in das Spardabank-Stadion antreten, um ihre Mannschaft ab 19 Uhr zu unterstützen. Ein wichtiger Faktor für Trainer Matthias Bösl. Bei den Besucherzahlen rangiert der ASV in der Bayernliga Nord auf Platz zwei, hinter der SpVgg Bayern Hof.

"Das Derby gegen Weiden wird für die Burglengenfelder Fußballanhänger und die Spieler ein weiteres Highlight. Wir werden alles daran setzen, die nächste kleine Fußballsensation zu schaffen", so Bösl.

Dass die Burglengenfelder dem Favoriten zumindest ein Bein stellen könnten, ist nicht ganz ausgeschlossen. Der ASV rangiert sechs Plätze vor der SpVgg SV, die bisher nur acht Punkte verbuchen kann. Unter der Woche setzte es eine 0:2-Niederlage im Pokal gegen den FC Amberg. Den psychologischen Vorteil könnte die Bösl-Elf nutzen. Sie hat am Wochenende dem FCE Bamberg und damit einem weiteren Favoriten eine Niederlage zugefügt.

"Aufgrund der Siege in den letzten beiden Spielen, können wir in Weiden komplett ohne Druck spielen. Weiden ist trotzdem haushoher Favorit. Die Mannschaft ist gespickt mit Spielern, die Erfahrung in der Bayern- und Regionalliga und sicherlich Ambitionen haben, ganz vorne dabei zu sein. Der Druck ist bei Weiden wesentlich höher als bei uns", sagt Bösl.

Sollte der ASV wie in Aubstadt und gegen Bamberg an seine Leistungsgrenze herankommen, kann er auch der SpVgg SV Weiden Paroli bieten. Auf dem guten Saisonstart ausruhen - das kommt für Bösl nicht in Frage: "Der Weg zum Klassenerhalt ist sehr weit. Wir haben nur vier Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz. Wir haben in keinem Spiel irgendetwas zu verschenken." Gegen die Weidener, die erfahren und abgezockt sind, dürfte man sich in der Defensive keine Fehler erlauben.

Die personelle Lage beim ASV hat sich entspannt. Bösl wird nicht nur eine schlagkräftige Truppe aufbieten können, auch die Bank ist gut besetzt. Es fehlen diesmal Marc Seibert, dessen Rückkehr noch nicht absehbar ist, und Rudi Pfaffenroth. Letzterer hat unter der Woche nur ein Lauftraining absolviert, nächste Woche wird er voraussichtlich wieder im Kader stehen. Nicht dabei sein wird Lukas Rothut (Knochabsplitterung im Sprunggelenk).

Umstellungen im Vergleich zum Spiel gegen den FCE Bamberg sind wahrscheinlich. John Schihada, Matthias Pröbster, Quirin Meier und Markus Rösch stehen wieder zur Verfügung. "Es ist wichtig, dass wir Alternativen haben", so Bösl. "Wir werden uns in Weiden nicht verstecken. Weiden ist natürlich immer in der Lage, ein Tor mit der bärenstarken Offensive zu erzielen. Wir müssen aktiv sein und sie beschäftigen. Abwarten wäre keine erfolgversprechende Spielweise", so Bösl.

Weiden der Favorit

Auch wenn die SpVgg SV Weiden derzeit nur Rang 12 der Tabelle belegt, geht die Elf von Tomas Galásek erstmals als leichter Favorit ins Derby. "Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, das wir unbedingt gewinnen wollen. Wir treffen auf einen kompakten Gegner, welcher die Aufstiegseuphorie mitgenommen hat", sagt der ehemalige tschechische Nationalspieler. "Wir müssen unsere spielerischen Vorteile ausnutzen. Burglengenfeld konnte sich die ganze Woche auf uns fokussieren und hat sicher kräftemäßig Vorteile."

Mit einem Sieg kann die Wasserwerkelf den Anschluss ans obere Mittelfeld herstellen und mit Burglengenfeld nach Punkten gleichziehen. Galásek scheint in den letzten Wochen seine Stammformation, die seit drei Spielen unverändert ist, gefunden zu haben. Zu gern würde er auch wieder auf diese Elf setzen. Die Zeichen dafür stehen gut, da Matthias Heckenberger nach seiner Auswechslung gegen den FC Amberg wieder einsatzbereit ist, ebenso wie Josef Rodler der nach Sprunggelenksbeschwerden in den Kader zurückkehrt. Damit fehlen neben Rafael Wodniok nur die Langzeitverletzten Marco Kießling und Tobias Plößner.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.