Burglengenfeld überrascht

Lokales
Burglengenfeld
07.09.2015
0
0
Nach dem Schlusspfiff feierten die Anhänger des ASV Burglengenfeld den Punktgewinn wie einen Sieg. 1:1 hieß es gegen den SV Seligenporten, einen der Aufstiegsaspiranten. Von Beginn an setzten die "Klosterer" die Burglengenfelder Hintermannschaft unter Druck. Nach zehn Minuten die erste Schrecksekunde für den ASV: Fabian Kloses Freistoß aus 20 Metern landete auf der Oberkante der Latte und sprang ins Toraus. Marco Epifani im Tor der Burglengenfelder wäre aber wohl zur Stelle gewesen. Chancenlos war der Keeper bei der verdienten Führung für den SV. Eine Ballstafette über Röder, Christ und Neuerer führte zum 1:0. Neuerer schoss im Strafraum zunächst an den Pfosten, verwertete aber den Abpraller (28.).

Hallo-Wach-Effekt

Wie schon im Spiel gegen Haibach hatte der Gegentreffer einen Hallo-Wach-Effekt für den ASV. Die Burglengenfelder wurden stärker und wagten sich über die Mittellinie. Benjamin Epifani schoss als erster Burglengenfelder auf das Tor der Seligenportener. Sein Freistoß aus halblinker Position ging über das Tor (34.). Kurz später stand Müller im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem langen Einwurf von Matthias Gröger passierte etwas, das Müller sicher nicht oft widerfährt. Der Zwei-Meter-Mann wurde von Matthias Pröbster im Strafraum übersprungen und der Ball landete in den Maschen: Ausgleich für den ASV und die erste halbe Stunde war auf den Kopf gestellt.

Lauern auf Konter

Nach der Pause suchten die Gastgeber wieder die Initiative: der Siegeswille war deutlich erkennbar. Der ASV lauerte in dieser Druckphase auf die Konterchance - und diese kam. Nach einem Befreiungsschlag aus der Burglengenfelder Abwehr leistete sich Dominik Räder im Mittelfeld einen schweren Fehler: er legte den Ball Alexandros Dimespyra vor, die komplette Hintermannschaft des SV war aufgerückt. Dimespyra startete einen Sololauf über das halbe Feld. Kurz vor Müller stolperte er und fiel um und vergab so die größte Chance für den ASV (77.). Dann war Schluss in der MAR Arena und der Jubel der Burglengenfelder Fans setzte ein. "Wir wussten, was auf uns zukommt", sagte ASV-Trainer Matthias Bösl nach der Partie. "Wir haben mit dem letzten Aufgebot gegen eine sehr starke Mannschaft gespielt. Wir haben aber mit unseren Mittel einen leidenschaftlichen Kampf geliefert und haben es uns verdient, dass wir etwas mitnehmen, wenngleich Seligenporten die spielbestimmende Mannschaft war."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.