Dietmar Zierer stirbt mit 71 Jahren - Drei Perioden im Bayerischen Landtag
Anwalt der Landkreis-Sorgen

Dietmar Zierer, wie er der Landkreis-Bevölkerung in Erinnerung bleiben wird: Am Sonntag verstarb der frühere Landtagsabgeordnete und Landratsstellvertreter im Alter von 71 Jahren. Archiv-Bild: Götz
Lokales
Burglengenfeld
02.03.2015
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Er hat über viele Jahre hinweg für die SPD in exponierten Positionen politische Verantwortung getragen. Besonders seine Zeit als erster Landratsstellvertreter an der Seite von Hans Schuierer beim Kampf gegen die WAA wird in Erinnerung bleiben. Am Sonntag (1. März) erlag Dietmar Zierer einer schweren Krankheit.

Als zu Beginn der 1980er-Jahre das Thema Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf auf den Tisch kam, trat Dietmar Zierer verstärkt auf den Plan, als Landtagsabgeordneter und - was mindestens genauso wichtig war - als erster Stellvertreter des Landrats. Der Widerstand gegen das Mammutprojekt im Taxölderner Forst konnte auf ihn zählen. Gemeinsam mit der "Gallionsfigur" Hans Schuierer trotzte er den Anordnungen aus München. Beide ließen sich auch vom Selbsteintrittsrecht des Staates nicht beeindrucken.

Dietmar Zierer trat 1967 in die SPD ein, fungierte als Juso-Ortsvorsitzender in seiner Heimatstadt Burglengenfeld sowie als stellvertretender Kreis- und Bezirksvorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation. Auch den Vorsitz im SPD-Unterbezirk Schwandorf-Cham übernahm er später. 1978 zog er in den Stadtrat ein, dem er bis 1990 angehörte. Der gelernte Rechtsanwalt gehörte ab 1972 als "Gründungsmitglied" dem ersten Schwandorfer Kreistag an. Bis 1990 hatte er dort Sitz und Stimme in den Reihen der Sozialdemokraten. Von 1978 bis zu seinem Ausscheiden vertrat er Landrat Hans Schuierer.

Der politische Weg führte den Burglengenfelder auch in die Landeshauptstadt. Ebenfalls von 1978 bis 1990 hatte er für die SPD ein Mandat im Landtag. Der größte politische Erfolg gelang Zierer während der WAA-Zeit, als er der CSU 1978 das Schwandorfer Direktmandat abnahm.

Das politische Engagement Zierers war mit dem Ausscheiden aus dem Stadtrat und Kreistag nicht zu Ende. Es kam zum Zerwürfnis mit der SPD. Der Burglengenfelder schloss sich den Grünen an, zog 2002 für sie erneut in den Stadtrat und Kreistag ein. Beide Perioden endeten für ihn im Jahr 2008. Danach wechselte er zur Partei "Die Linke".

Vor geraumer Zeit traf Dietmar Zierer eine schwere Krankheit. Am vergangenen Sonntag verstarb er im Alter von 71 Jahren in seiner Heimatstadt.
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