"Erste Hilfe": Gymnasiasten üben Reanimations-Techniken
Hilfsmittel immer dabei

Die Schüler übten sehr detailliert, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt. Hilfe bekamen sie dabei von Bernhard Wagner (Wasserwacht Burglengenfeld), Notfallmediziner Philipp Wolf (Asklepios Klinik), BRK-Kreisgeschäftsführer Alfred Braun, Martin Weigl (BRK, Referat Breitenausbildung) und Dr. Veronika Kellner, Oberärztin der Abteilung für Anästhesie an der Asklepios Klinik Burglengenfeld (von links). Bild: hfz
Lokales
Burglengenfeld
04.11.2014
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Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, überall. Erste Hilfe im Ernstfall leisten aber nur 15 Prozent der Deutschen. Viele Menschen helfen nicht, aus Angst, etwas falsch zu machen. Um gerade Jugendlichen diese Unsicherheit zu nehmen, hat die Asklepios Klinik Burglengenfeld gemeinsam mit dem BRK-Kreisverband das Johann-Michael-Fischer Gymnasium besucht, um Schülern die richtigen Reanimations-Techniken beizubringen.

"Um jemandem das Leben zu retten, reichen zwei einfache Hilfsmittel: unsere Hände", erklärte Philipp Wolf, Assistenzarzt für Anästhesiologie an der Asklepios Klinik Burglengenfeld, den Neuntklässlern. Außerdem sei eine schnelle Reaktion bei Herzstillstand unerlässlich. Schon nach kürzester Zeit werde das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. "Im Notfall können Minuten über Leben und Tod oder Spätschäden entscheiden. Da ist es wichtig, dass man die Abläufe verinnerlicht hat."

Tipps von Profis

"Prüfen, rufen, drücken" lautet die Devise. Zuerst wird geprüft, ob der Betroffene noch ansprechbar ist und atmet, dann der Notruf gewählt und schnellstmöglich mit der Wiederbelebung begonnen. Wie das richtig geht, zeigten den Neuntklässlern neben Vertretern der Asklepios Klinik auch Rettungssanitäter der Wasserwacht Burglengenfeld und des BRK Maxhütte-Haidhof. Etwa 100-mal pro Minute sollte der Helfer das Brustbein mit übereinanderliegenden Händen fünf Zentimeter tief eindrücken. Nach je 30 Wiederholungen wird über Mund oder Nase beatmet. An aufblasbaren Übungspuppen konnten die Schüler selbst Hand anlegen und das Gelernte umsetzen. Beim Erste-Hilfe-Kurs in der zehnten Klasse stehe die Beatmung auf dem Lehrplan, wie Schulleiterin Dr. Beate Panzer berichtete.

"Wir sehen uns in der Pflicht, das Wissen unserer Experten weiterzugeben", sagt Alfred Braun, Direktor des BRK Kreisverbands Schwandorf. Deshalb nutze man jede Gelegenheit, um auf so wichtige Themen wie Reanimation aufmerksam zu machen und sie gerade jungen Menschen näher zu bringen.
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