Industriegewerkschaft Metall ehrt Mitglieder
Vor Herkulesaufgaben

Die Gewerkschaftsvertreter (links) ehrten 29 Mitglieder für 60-jährige Treue zur IG Metall. Bild: rid
Lokales
Burglengenfeld
21.10.2014
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Viel erreicht, aber auch bittere Rückschläge: Die Metallergewerkschaft sieht sich dessen ungeachtet vor wichtigen Herausforderungen. Sie kann dabei auf langjährige Mitglieder zählen.

Die Industriegewerkschaft Metall ehrte am Samstag in der Stadthalle Burglengenfeld 159 langjährige Mitglieder. Im Mittelpunkt standen die 29 Jubilare, die der Gewerkschaft bereits seit 60 Jahren die Treue halten. Erster Bevollmächtigter Jürgen Scholz erinnerte an die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte, musste aber auch eingestehen: "Wir haben nicht nur Siege, sondern auch schmerzliche Niederlagen erlebt".

"Gegenwind" garantiert

Die IG Metall stehe vor weiteren Herkulesaufgaben, so Funktionär Jürgen Scholz. Tarifrunden in der Metall- und Elektroindustrie, Weiterentwicklung des Sozialstaates und die Stabilisierung Europas - das seien die Themen, die die Arbeitnehmervertretung angehen müsse. Bei den Tarifrunden rechnet Jürgen Scholz "mit Gegenwind". Die auslaufenden Tarifverträge zur Altersteilzeit seien zu verbessern und der Einstieg in eine neue Qualifizierungsoffensive zu vollziehen. Dauerthemen bleiben für den Bevollmächtigten die Verbesserung des Kündigungsschutzes, des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Gleichstellung von Mann und Frau auf dem Arbeitsmarkt und des Einstiegs für junge Menschen ins Berufsleben. Jürgen Scholz mahnte ferner eine Reform der Minijobs und der Werksverträge an und forderte "gleichen Lohn für gleiche Arbeit".

Folgende Mitglieder aus dem Landkreis erhielten Urkunde und Geschenk für 60-jährige Treue: Karl Baldauf, Ludwig Berger, Johann Dickert, Johann Frank, Josef Haider, Erich Heller, Maximilian Hierl, Erich Kandlbinder, Werner Kowalski, Josef Nörl, Heinrich Pretzl und Josef Tippmann (alle Maxhütte-Haidhof), Josef Bremauer, Albert Forster, Werner Hildebrand, Karl Knoll, Heinz Lehner, Norbert Lehner, Georg Niedermeier, Konrad Nissl, Helmut Pirzer, Ludwig Schindler, Anton Sigl, Heinrich Wein und Alfred Wittmann (alle Teublitz), Alois Fleischmann (Schwandorf) und Georg Gigl (Bruck).
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