Klinik-Projekt für ein Jahrzehnt

Den ersten Spatenstich für den Anbau am Krankenhaus Burglengenfeld vollzogen gestern (von links) Josef Gruber (Dritter Bürgermeister Burglengenfeld), Dr. Bernhard Kellner (Ärztlicher Direktor), Dr. Susanne Plank (Bürgermeisterin Maxhütte-Haidhof), Jakob Scharf (Stellvertretender Landrat), Maria Steger (Bürgermeisterin Teublitz), Dr. Boris Rapp (Regionalgeschäftsführer Asklepios Niederbayern/Oberpfalz), Andrej Synnatzschke (Geschäftsführer Asklepios Klinik Burglengenfeld) und Dr. Franz Josef Riedhammer (Chef
Lokales
Burglengenfeld
21.11.2014
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40 Millionen Euro investiert der Klinikbetreiber Asklepios in den nächsten zehn Jahren in Erweiterung und Sanierung des Krankenhauses Burglengenfeld. Gestern fiel dazu der Startschuss. Die Kommunalpolitiker hoffen auch auf eine dauerhafte Sicherung der Arbeitsplätze.

Für den ersten Abschnitt gab es am Donnerstagnachmittag den ersten Spatenstich. Er beinhaltet den Neubau einer Intensivstation, die Umgestaltung der Notaufnahme, den Bau neuer Krankenzimmer, die Einrichtung neuer Räume zur Funktionsdiagnostik und den Bau weiterer Parkplätze. Die dafür anfallende Investition von 17 Millionen Euro fördert der Freistaat Bayern mit 9,7 Millionen. Die Fertigstellung ist für 2016 geplant.

Weitere Etappen folgen

In den darauf folgenden Jahren will der Träger in drei weiteren Abschnitten die Stationen im Altbestand sanieren, die Bereiche Radiologie, Endoskopie, Labor und Untersuchungsräume sanieren sowie den Operationssaal, den Aufwachraum und die Zentralsterilisation neu gestalten.

Regionalgeschäftsführer Dr. Boris Rapp stellte gestern das Konzept vor. Asklepios werde die Plätze der Intensivstation verdoppeln, neue Krankenzimmer errichten, das Parkplatzproblem angehen und die Voraussetzungen für eine medizinische Versorgung "auf höchstem Niveau" schaffen.

Dritter Bürgermeister Josef Gruber (Burglengenfeld) hörte die Botschaft gerne, verhehlte allerdings seine Befürchtungen nicht. "Die Spekulationen der letzten Wochen verunsichern Mitarbeiter und Bürger", ließ der CSU-Stadtrat der Klinik-Leitung wissen. Die geplante Schließung der Geriatrie-Abteilung würde für viele Beschäftigte den Verlust ihrer Arbeitsstelle bedeuten, mahnte Josef Gruber an. "Wir hoffen alle, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist", so der Bürgermeister. Die Manager an der Asklepios-Spitze sollten sich nicht nur von Statistiken leiten lassen, sondern auch auf die Motivation der Mitarbeiter setzen und vor allem die Menschen in der Region mitnehmen. Josef Gruber äußerte die Hoffnung auf "eine dauerhafte Sicherung der Arbeitsplätze".

Lob von ärztlicher Seite

Geschäftsführer Andrej Synnatzschke reagierte auf die Bedenken des Bürgermeister mit den Worten: "Wir sind uns unserer Verantwortung für die Region durchaus bewusst".

Den kritischen Worten des Bürgermeisters folgten lobende des Ärztlichen Direktors Dr. Bernhard Kellner, der bei den Plänen zur Erweiterung und Generalsanierung von einem "Dauerbrenner" sprach. Er lobte den Klinikbetreiber Asklepios dafür, dass es jetzt endlich losgehe und das Krankenhaus Burglengenfeld bald eine High-Tech-Intensivstation haben werde.

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf sieht den Landkreis mit im Boot. In Zeiten der Gerüchte und Befürchtungen setze Asklepios ein klares Signal für den Standort Burglengenfeld. Die Kreistagsentscheidung, die Kreiskrankenhäuser der Asklepios-Kette zu überlassen, sei absolut richtig gewesen.
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