"Sie sind alle sehr dankbar"

"Welcome to Germany", sagte Landrat Thomas Ebeling (rechts) zu zwei Flüchtlingen in Burglengenfeld nach einem kurzen Small Talk. Bild: Hösamer
Lokales
Burglengenfeld
13.08.2015
27
0

"Welcome to Germany", willkommen in Deutschland, begrüßt Landrat Thomas Ebeling zwei Flüchtlinge im Hof des Burglengenfelder Gymnasiums. Kurzer Small Talk. Dann geht's in die Turnhalle, die seit Montag Notunterkunft ist. Momentan für 65 Asylbewerber.

"Das läuft alles wirklich professionell und entspannt hier. War ja auch nicht anders zu erwarten", zeigt sich Ebeling am späten Donnerstagnachmittag zufrieden. "Keine Probleme," bestätigen auch der am Landratsamt für Asylfragen zuständige Abteilungsleiter Andreas Bäuml, sein Mitarbeiter Jochen Manz und André Ried vom Sicherheitsdienst. Die Sanitäter vom BRK hatten zwar in der Nacht einen Armbruch nach einem Sturz zu versorgen, ansonsten: Keine Vorkommnisse. In der Halle ist es sehr ruhig, trotz der 22 Kinder, die zu den Flüchtlingen zählen. "Die leiden wie wir unter der Hitze", sagt André Ried. Da können auch die Duschen und angebotenen Getränke wenig helfen.

Einen Blick in die einzelnen, mit Bauzäunen abgetrennten "Parzellen" will der Landrat nicht werfen. "Das machen wir nicht," achtet er die Privatsphäre. Er fragt Bäumler nach dem Gebetsraum. Der ist eingerichtet und war einer der Tipps, der von den Hilfsorganisationen kam, die schon in anderen Erstaufnahmeeinrichtungen eingesetzt waren. Die Gespräche mit Johannitern, BRK und Rotem Kreuz, lange bevor der "Notfallplan" aktiviert wurde, tragen jetzt Früchte. "Seit das Thema Asylbewerber aufgekommen ist, wird das vom Landratsamt und den Hilfsorganisationen mit großer Professionalität bearbeitet", sagte Ebeling.

Bislang sind 66 Asylbewerber in Burglengenfeld angekommen, ein unbegleiteter, minderjähriger Jugendlicher wurde über das Jugendamt in eine entsprechende Wohngruppe vermittelt. Der größte Teil der Flüchtlinge kam am Montag Abend mit einem Bus, seither werden aus Regensburg immer wieder kleinere Gruppen in die Notunterkunft geschickt. Das ist für die eingesetzten Kräfte hier auch besser zu bewältigen, bestätigte Bäuml. Alle bekommen einen Ausweis, wie auch die Helfer und die Security.

Die Asylbewerber dürfen sich frei bewegen, aber: "Wir können nicht jeden reinlassen", begründet Bäumler die Zugangskontrollen. Das BRK deckt derzeit drei Tage hintereinander in Schichten den Betreuungsdienst ab, einen Tag übernehmen die Johanniter. "Es gibt überhaupt keine Probleme," bestätigt auch Rouven Fischer im Büro des Sicherheitsdienstes. Hier laufen alle Informationen zusammen. "Sie sind alle sehr dankbar", sagte er zum Landrat über seine Erfahrungen mit den Flüchtlingen.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.