Volkskundemuseum: 250 selbst gebastelte Spielsachen in Ausstellung von "Plan" zu sehen
Flaschen-Segler aus Recyclingmaterial

Bürgermeister Thomas Gesche (links) und Plan-Pressesprecher Marc Tornow (rechts) eröffneten am Dienstag die Ausstellung "WeltSpielZeug" im Volkskundemuseum. Bild: rid
Lokales
Burglengenfeld
16.05.2015
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Flaschen-Segler, Blätter-Puppen, Draht-Rikschas, Blech-Hubschrauber und Dosen-Flugzeuge: Mit viel Geschick haben Kinder in den Entwicklungsländern diese und viele andere Spielsachen selbst gebastelt. 250 dieser fantasievollen Exponate umfasst die Ausstellung "WeltSpielZeug" des Kinderhilfswerkes "Plan International Deutschland", die bis 16. August im Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld zu sehen ist.

Große Kreativität

Die Sammlung feierte 2002 in München Premiere und "wanderte" anschließend durch ganz Deutschland. Jetzt entschloss sich "Plan" erstmals für einen Standort in der Oberpfalz. In 20 Kartons brachten die Mitarbeiter die Spielsachen von Wilhelmshaven, dem letzten Schauplatz, nach Burglengenfeld und bauten die Vitrinen im Oberpfälzer Volkskundemuseum auf, das dafür eigens Raum geschaffen hatte.

Die ungewöhnlichen Spielzeugkreationen fertigten Mädchen und Jungen in 30 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas aus Recyclingstoffen an. Dr. Margit Berwing-Wittl, Leiterin des Oberpfälzer Volkskundemuseum, ist begeistert: "Mit der gezeigten Kreativität gewährt es dem Betrachter bemerkenswerte Einblicke in den Lebensalltag ferner Länder". Bei der Vernissage am Dienstag freute sich auch Bürgermeister Thomas Gesche: "Wir sind froh, diese Ausstellung nun in Burglengenfeld präsentieren zu können."

Recht auf Spiel

Plan-Pressesprecher Marc Tornow erklärte: "Kinder haben ein Recht auf Spiel und Freizeit". Wer früh seine Kreativität ausprobieren könne, sammle soziale Kompetenzen und entwickle Lösungen für Problemstellungen. "Spielerisch eignen sich die Mädchen und Jungen Schlüsselqualifikationen an, die für ihre Entwicklung unerlässlich sind", machte der Vertreter des ältesten Kinderhilfswerk der Welt deutlich. In den Entwicklungsländern hätten die Familien oft nicht genügend Geld, um teure Spielwaren zu kaufen.

Deshalb bauten sich die Kinder Spielsachen nach ihren Vorstellungen und Wünschen selbst zusammen. So wie die Nachkriegsgeneration in Deutschland. Auch aus dieser Zeit hat Plan Entwürfe mit in die Ausstellung aufgenommen. "WeltSpielZeug" eignet sich besonders für Schulkinder, die beim Besuch Eindrücke von den Lebenswelten Gleichaltriger in armen Regionen sammeln können. Anmeldungen für Gruppen und Terminabsprachen über das Oberpfälzer Volkskundemuseum, Telefon 09471/ 60 25 83 oder im Internet unter der Adresse www.burglengenfeld.de.
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