Bürgermeister unterstützen Amnesty
Menschenrechte im Adventskalender

Bürgermeister Thomas Gesche empfing die Delegation von Amnesty International zusammen mit seinen Amtskolleginnen Maria Steger und Dr. Susanne Plank vor dem Burglengenfelder Rathaus. Hinter der Nummer 10 des Adventskalenders wurde der Ausdruck der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte enthüllt. Bild: hfz
Politik
Burglengenfeld
18.12.2015
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Die Bürgermeisterinnen Maria Steger (Teublitz), Dr. Susanne Plank (Maxhütte-Haidhof) und Bürgermeister Thomas Gesche (Burglengenfeld) haben in diesem Jahr den weltweiten "Amnesty-Briefmarathon" unterstützt. Bei einem Empfang im Burglengenfelder Rathaus anlässlich des "Tags der Menschenrechte" sagte Barbara Beck, Sprecherin der Kreisgruppe von Amnesty International: "Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, lassen sich nicht ignorieren."

Barbara Beck sowie Claudia und Pascal Averibou überreichten den Bürgermeistern einen Ausdruck der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948. Die 30 Artikel der Erklärung sind in Burglengenfeld neben dem Portal des Rathaus-Altbaus angebracht worden.

Bürgermeister Thomas Gesche sagte, Menschenrechte seien "universell und sollen und müssen für alle gelten". Gerade deshalb brauche es Gruppierungen wie Amnesty International, die mit Vehemenz und Nachdruck auf Verletzung dieser Rechte hinweisen, auch in Zeiten, in denen man ihnen kaum Gehör schenkt. Amnesty-Sprecherin Barbara Beck sagte, der Briefmarathon Jahr rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte sei mittlerweile die größte internationale Amnesty-Aktion: Im Jahr 2014 schrieben Menschen aus fast allen Ländern der Erde mehr als drei Millionen Briefe. Allein aus Deutschland wurden mehr als 170 000 Appelle und Solidaritätsschreiben verschickt, darunter 232 Briefe aus dem Städtedreieck im Fall des Nigerianers Moses Akatugba.

Er war als Minderjähriger festgenommen, gefoltert und später zum Tode verurteilt worden. Nachdem der zuständige Gouverneur zahllose Appelle erhalten hatte, begnadigte er Moses Akatugba im Mai 2015 und ließ ihn frei. Dabei berief er sich ausdrücklich auf den Protest von Amnesty. Pascal Averibou bereicherte den Empfang im Burglengenfelder Rathaus mit einer Lesung, die unter anderem aufzeigte, wie schwer es Amnesty International manchmal hat, überhaupt Gehör zu finden - auch in Deutschland.

Wer an dem Briefmarathon von Amnesty International teilnehmen möchte, findet entsprechende Vordrucke online unter der Adresse www.briefmarathon.de.
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