Fallschirnjäger springen über Oberpfalz ab
Lob begleitet Luftlandeübung

Auf Klappstühlen und Decken machen es sich diese Zuschauer der Luftlandeübung am Ortsrand von Höchensee bequem. Bild: paa
Politik
Burglengenfeld
13.04.2016
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Burglengenfeld: Landezone Eglsee |

Vor vier Jahren sorgten die Manöverschäden wegen der Übung "Saber Junction" für reichlich Ärger. In diesem Jahr gab es von allen Seiten viel Lob - und für Zuschauer einiges zu sehen.

Höchensee. Die US-Armee hat viel getan, damit die Luftlandeübung auf den Wiesen und Feldern zwischen Eglsee und Höchensee die Zustimmung der Bevölkerung gefunden hat. Dazu gehörte, die Menschen und Kommunen so früh wie möglich einzubinden. Das ist geschehen, machten am Dienstag der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling (CSU), der Burglengenfelder Bürgermeister Thomas Gesche (CSU) und sein Schmidmühlener Amtskollege Peter Braun (CSU) deutlich.

Hunderte Zuschauer verfolgten rund um die abgesperrte Absprungzone die Landung der rund 920 Fallschirmjäger. Viele hatten Klappstühle oder Decken mitgebracht, um das Schauspiel am Himmel zu genießen. Zum Teil legten sie zuvor einen längeren Fußmarsch zurück, da die Zufahrtsstraßen durch die Polizei abgesperrt waren. Im Ort gab es Getränke und Bratwurstsemmeln zu kaufen.

Einige hatten Urlaub genommen, um die Übung zu verfolgen, so wie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Burglengenfeld, die die Luftlandeübung absicherten. Sie hatten die Drehleiter mitgebracht, falls Fallschirmjäger in den Bäumen landen sollten. Sie wurde nicht gebraucht. Neben den Feuerwehren sicherte auch das Rote Kreuz die Übung.



"Es ist die beste Absprungzone in der ich in 20 Jahren war", sagte Oberst Greg Anderson. Der Kommandeur der 173. US-Luftlandebrigade war mit seinen Soldaten abgesprungen. Bevor er aber Fragen der Medien beantwortetete, sprach er mit den Hausherren, Ebeling, Gesche und Braun. Ein Lob gab es von Brigadegeneral Markus Laubenthal, dem Chef des Stabes des US-Heeres in Europa, für die herausragende Unterstützung durch die Bevölkerung. Der ehemalige Kommandeur der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" freute sich, dass die US-Armee die gleiche Zustimmung erfahre, wie die Bundeswehr. Dazu trug bei, dass Oberst Thomas Mackey, Kommandeur des Multinationalen Gefechtsübungszentrums in Hohenfels (JMRC), zuvor in Bürgerversammlungen warb. Zudem waren Manöverschadenschätzer vor Ort. "Frühzeitige Information ist wichtig", betonte Gesche. "Ich denke, so stößt diese Übung auf große Akzeptanz." Ebeling verwies darauf, dass die Gespräche keine Einbahnstraße seien. "Wir haben auch unserer Vorstellungen eingebracht." Aber es gebe Grenzen, machte Braun deutlich. Grundsätzlich gingen sie davon aus, dass Übungen auf dem Truppenübungsplatz stattfinden. Dann könnten sie mit den Ausnahmen leben.
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