Luftlandeübung der US-Armee
Aus dem Himmel zum Kampf in die Oberpfalz

Soldaten der 173. US-Luftlandebrigade steigen auf der italienischen Luftwaffenbasis Aviano ihre Flugzeuge, um an der Übung "Saber Junction 16" teilzunehmen. (Foto: Evelyn Chavez/US-Armee)
Politik
Burglengenfeld
10.04.2016
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Soldaten der 173. US-Luftlandebrigade sind in einem Übungsdorf auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels in Stellung gegangen. Bild: paa

Hohenfels. Fallschirmabsprünge von US-Soldaten gehören seit langem zu militärischen Übungen in der Oberpfalz dazu, allerdings weitgehend auf den Truppenübungsplätzen Hohenfels (Kreis Neumarkt) und Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN). Nicht so am Dienstag. In mehreren Wellen springen amerikanische, britische und italienische Soldaten mit dem Fallschirm über den Wiesen zwischen Schmidmühlen (Kreis Amberg-Sulzbach) und Burglengenfeld (Kreis Schwandorf) ab.

Dort sind deshalb eine Reihe Straßen gesperrt, unter anderem zwischen Pilsheim und Höchensee und zwischen Mühlberg und Eglsee. Aus Sicherheitsgründen gebe es nur beim Ort Höchensee einen Platz von wo aus Zuschauer die Luftlandeübung beobachtet werden könnten, teilte die US-Armee auf ihrer Homepage mit. Dort gebe es aber keine Parkmöglichkeiten und keine Sitzgelegenheiten.

Das Luftlandemanöver ist Teil der Übung "Saber Junction 16" mit der die Einsatzbereitschaft der 173. US-Luftlandebrigade aus Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) und dem italienischen Vicenza getestet und geprüft wird. Mit mehr rund 5000 Soldaten aus 18 Ländern ist "Saber Junction" in diesem Jahr die größte Übung des US-Heeres in der Oberpfalz. Die Einheiten kommen aus Albanien, Armenien, Belgien, Bosnien, Bulgarien, Ungarn, Italien, Lettland, Litauen, Macedonien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Schweden, Türkei, Großbritannien und den USA. Sie begann am 31. März und endet am 24. April. Die Übung läuft weitgehend auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels. Zudem sind einige Einheiten in Litauen and Rumänen digital durch Simulationen eingebunden.

Die rund 1000 Soldaten, die am Dienstag außerhalb des Übungsplatzes Hohenfels abspringen, sollen anschließend in Richtung des wenige Kilometer entfernten Geländes marschieren, um die 200 Fallschirmjäger zu treffen, die dort landen sollen. Für die Luftlandeübung außerhalb des Übungsplatzes nutzt das US-Heer sogenannte Manövergebiete (Maneuver Rights Areas). Diese sind laut Armee durch das Bundesverteidigungsministerium für zeitlich begrenzte Militärübungen durch Nato-Streitkräfte freigegeben. Die betroffenen Grundeigentümer und Gemeinden seien entsprechend eingebunden und informiert worden.

Dragoon Ride ins Baltikum


Auch das 2. US-Kavallerieregiment aus Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach) steht vor einer großen Übung. Ende Mai soll der Verband seinen "Dragoon Ride" (Dragoner-Ritt) aus dem vergangenen Jahr wiederholen, in umgekehrter Richtung. Vor einem Jahr, im März 2015, waren rund 500 Soldaten mit 60 Radpanzern vom Typ "Stryker" und rund 40 anderen Fahrzeugen in zwei Wochen mehr als 1800 Kilometer aus dem Baltikum über Polen und Tschechien in die Oberpfalz nach Hause gefahren. In diesem Jahr soll der gesamte Verband über zwei Routen zu einer Übung in das Baltikum fahren.

"Saber Junction""Saber Junction" ist die alljährliche Übung des Oberkommandos des US-Heeres in Europa, um die Einsatzbereitschaft einer seiner beiden Kampfbrigaden zu prüfen. In diesem Jahr die 173. US-Luftlandebrigade. Die Bataillone des Fallschirmjägerverbandes sind in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) und im italienischen Vicenza stationiert. Dort ist auch das Hauptquartier der Brigade. Im Vorjahr war bei "Saber Junction" das 2. US-Kavallerieregiment in Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach) an der Reihe. (paa)
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