Fußball
ASV erhobenen Hauptes

Der ASV Burglengenfeld kämpft um den Erhalt der Bayernliga und trifft dabei zuerst auf den TSV Kornburg. Diese Spiele werden vor allem für Schlussmann Marco Epifani (Bild) zur Bewährungsprobe. Bild: Eger
Sport
Burglengenfeld
25.05.2016
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Wieder Relegation - wieder Spannung pur - wieder Zittern. Der ASV Burglengenfeld muss zum dritten Mal in vier Spielzeiten in die Relegation. Diesmal aber ist es die Abstiegsrelegation, die die Burglengenfelder bewältigen müssen.

In der Saison 2012/2013 gelang der Aufstieg in die Landesliga, 2014/2015 der Sprung in die Bayernliga - jeweils gab es packende Duelle vor großen Zuschauerkulissen. Das dürfte auch für die anstehenden Spiele nicht anders sein. Am heutigen Mittwoch trifft der ASV auswärts auf den ersten Gegner TSV Kornburg (Anpfiff um 18.30 Uhr). Das Rückspiel findet am Samstag um 18 Uhr im Naabtalpark statt. "Das ist keine ungewohnte Situation für uns", sagt Trainer Matthias Bösl. "Wir hatten das immer im Hinterkopf. Es war klar, dass es schwer wird, fünf Mannschaften hinter uns zu lassen. Wir haben gegen unsere direkten Konkurrenten zu wenig Punkte gemacht."

Fader Beigeschmack


Dass sich nun herausgestellt hat, dass ein Sieg gegen den VfB Eichstätt doch genügt hätte, hinterlasse "einen faden Beigeschmack", so Bösl. Der Verband hatte am Sonntagvormittag entschieden, dass der SV Erlenbach nicht an der Relegation teilnehmen muss, um zu verhindern, dass zwei Bayernligen mit 17 Mannschaften zustande kommen. Hätte der ASV gewonnen, wäre er in den Genuss dieser Entscheidung gekommen.

"Das ist für mich eine klare Wettbewerbsverzerrung", sagt Bösl. "Das ist ein starkes Stück vom Verband. Wir gehen gegen diese Entscheidung nicht vor, weil es Zeit und Energie kostet und letztlich nur Erlenbach schaden könnte; die können auch nichts dafür."

Welche Mannschaft erwartet nun den ASV am heutigen Tag? Der TSV Kornburg wurde in der Landesliga Nordost Tabellenzweiter hinter dem ASV Neumarkt. Mit 89 Treffern hatten die Kornburger den besten Angriff der Liga. Mit Szymon Pasko hat die Mannschaft einen herausragenden Stürmer in ihren Reihen, der 28 Tore in 28 Ligaspielen erzielt hat. "Es ist ein Gegner auf Augenhöhe", so Bösl. "Ich habe die Mannschaft schon zweimal beobachtet und habe auch gesehen, wie man sie packen kann." Ziel für das erste Spiel ist es, nicht zu verlieren und wenn möglich ein Auswärtstor zu erzielen, gibt Bösl vor. Die Relegation erfolgt im Europapokal-Modus, wonach bei Gleichstand nach zwei Spielen die mehr erzielten Auswärtstore den Ausschlag über den Einzug in die zweite Runde geben. "Wir sind bereit für diese Herausforderung und werden versuchen, die zwei Wochen auch genießen zu können. Ich kann nur eins versprechen, nämlich dass wir alles in die Waagschale werfen werden. Wir haben die gleichen Chancen wie alle anderen auch. Für einen Amateurspieler sind die zwei Wochen eine extreme Situation. Wir haben schon zweimal die Erfahrung machen dürfen. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil."

Nur Schleicher fehlt


Nur Patrick Schleicher fehlt dem Team. "Das ist nicht die schlechteste Voraussetzung für die möglichen vier Spiele", so Bösl. "Es ist natürlich ein kleiner Vorteil, nach oben hin zu spielen. Ich glaube aber auch, dass die Stimmung bei Mannschaft und Zuschauern nicht wie bei einem Absteiger ist. Wir gehen erhobenen Hauptes in die Relegation."
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