Großbaustelle Realschule

Dem großen Komplex der Burglengenfelder Realschule am Kreuzberg stehen umfangreiche Baumaßnahmen bevor. 17 Millionen Euro sollen ausgegeben werden, um die Bildungseinrichtung zu modernisieren und zu erweitern. Bild: Stadt Burglengenfeld
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Burglengenfeld
14.07.2016
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Dem großen Komplex der Burglengenfelder Realschule am Kreuzberg stehen umfangreiche Baumaßnahmen bevor. 17 Millionen Euro sollen ausgegeben werden, um die Bildungseinrichtung zu modernisieren und zu erweitern. Bild: Stadt Burglengenfeld

"Erheblicher Raumbedarf" ist der Hauptgrund für die anstehenden Baumaßnahmen an der Realschule am Kreuzberg in Burglengenfeld. Die Architekten haben auch den Sanierungsbedarf des Gebäudes erkannt und wollen ihn beheben. Wie, das schilderten sie bei der Sitzung des Bauausschusses im Landratsamt.

Für 19 Klassen ist die Realschule am Kreuzberg ausgelegt - unterrichtet werden 26 Klassen. Gebaut wurde einst für 390 Schüler, aktuell besuchen 660 die Einrichtung. Gut 40 Prozent des Schulhauses gehören noch zum "Bestand von 1959". Das sind die Eckdaten, die den Räten die Entscheidung für grünes Licht leicht machten. Noch dazu, da sie mit der grundlegenden Planung schon vor einigen Wochen vertraut gemacht wurden.

Damals, am 13. Mai, sah und hörte der Bau- und Planungsausschuss dazu die ersten Ideen. Sie wurden präsentiert vom Schwandorfer Architekten Alfred Popp und seinem Kollegen Josef Spichtinger. Die beiden waren auch am Mittwoch wieder dabei, nachdem die Planungen in der Zwischenzeit weiter verfeinert und mit Vertretern der Regierung der Oberpfalz abgestimmt wurden.

17 Millionen Gesamtkosten


Im Gefolge der Architekten waren diesmal die Fachplaner, unter anderem Geschäftsführer Fabian Biersack als Repräsentant des Burglengenfelder Büros "Preihsl + Schwan - Beraten und planen GmbH", das nicht nur für Statik, Brandschutz und die Energieeinsparung der Schule zuständig ist, sondern als "Nachbar" der Bildungseinrichtung auch die Bauleitung übertragen bekommen hat.

Thomas Koller vom Ingenieurbüros Brundobler GmbH aus Wackersdorf informierte die Räte über die Grundzüge der Planungen für die Gebäudetechnik, die die Heizung, die Lüftung und das Sanitäre betreffen. Er brach eine Lanze für eine Belüftungsanlage; sie mache mehr Sinn, als "alle halbe Stunde die Fenster aufzureißen".

Neue Klassenzimmer


Geschäftsführer Werner Bösl von der Bösl TGA Planungsgesellschaft mbH in Pfreimd machte schließlich mit dem Thema Elektrotechnik vertraut, im speziellen mit der geplanten Photovoltaikanlage der Schule. Er warnte vor zu großer Begeisterung - Dachausrichtung und angrenzender Wald brächten Einschränkungen. Es seien maximal 40 Kilowatt-Peak (kWp) erreichbar, die aber den Grundbedarf abdecken.

Das von den Planern entworfene Konzept sieht vor, im Mittelbau zwei Gebäudeteile abzubrechen. Neu soll an der gleichen Stelle eine tiefer gelegte Pausenhalle entstehen, um sie barrierefrei erschließen zu können. Daneben sind der Neubau des Verwaltungstraktes und des Lehrerzimmers angedacht. Zum Konzept gehören auch die Schaffung eines Mehrzweckraumes und neuer Klassenzimmer sowie die Generalsanierung der Fachräume.

Baubeginn für die mehrere Jahre dauernde Generalsanierung soll 2018 sein. Ein grundsätzliches "Ja" signalisierte der Ausschuss zur Photovoltaik-Anlage sowie der Belüftungsanlage. Von den Gesamtkosten von 17 Millionen Euro sind laut Architekten Alfred Popp als reine Baukosten 8,6 Millionen Euro veranschlagt, die Technik auf 4,6 Millionen sowie Baunebenkosten auf rund 2,9 Millionen Euro. Zusätzlich fielen für Außenanlagen etwa 1,3 Millionen und Ausstattung rund 480 000 Euro an. Der Kostenrahmen sei derzeit "als reine Schätzung" zu verstehen.

Neubau noch teuerer


Landrat Thomas Ebeling sagte, an einem neuen Standort wären rund 20 Millionen Euro angefallen - wobei alle Kosten, die bereits für Vorplanung und Grunderwerb angefallen seien, noch addiert werden müssten. Planer Alfred Popp ergänzte, dass der favorisierte Standort des Allwetterplatzes (neben der Turnhalle) am starken Gefälle scheitere. Allein für eine nötige Stützmauer müsste mit rund 350 000 Euro gerechnet werden.

Die SchuleDie Realschule am Kreuzberg (auch: Staatliche Realschule Burglengenfeld) ist eine öffentliche, staatliche Schule in Burglengenfeld, die am 17. September 1951 gegründet wurde. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über die Gemeinden Maxhütte-Haidhof, Teublitz, Burglengenfeld, Kallmünz und Schmidmühlen. An der Schule werden die Wahlpflichtfächergruppen I (mathematischer Zweig), II (kaufmännischer Zweig), IIIa (Französisch) und IIIb (Kunsterziehung) angeboten. Die Schule ist die einzige Realschule im Städtedreieck.
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