Michl Müller in der Stadthalle Burglengenfeld
Lachgas fürs Publikum

"Ausfahrt freihalten". Dregg-Sagg Michl Müller gastierte am Freitag vor 500 Besuchern in der Stadthalle Burglengenfeld . Bild: Hirsch
Vermischtes
Burglengenfeld
07.08.2016
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Und schon wieder hat "so ein Depp" seine Einfahrt zugeparkt. Den BMW-Fahrer mit seinem tiefer gelegten Boliden hat Michl Müller regelmäßig im Programm. Kein Wunder beim Titel seiner Show: "Ausfahrt freihalten". Der "Dregg-Sagg" kam aber auch diesmal wieder pünktlich zu seinem Auftritt in der Stadthalle Burglengenfeld. Dort warteten 500 Besucher auf den Kabarettisten aus Bad Kissingen.

Michl Müller live - wie üblich in Jeans, Turnschuhen und mit Dregg-Sagg-T-Shirt. Seine Witze wirken beim Publikum wie Lachgas. Schon nach jedem Halbsatz zeigt es Wirkung. Und am Ende jeder Pointe treibt es den Zuhörern die Tränen in die Augen. Schon ist der Mann mitten drin im Alltagsirrsinn mit all seinen Auswüchsen. Michl Müller regt sich auf über die Rentner mit Gehilfe und Handy auf , die Falschparker denunzieren, und über Latte-to-go-Mütter mit ihren überbehüteten "Kevins" auf dem Spielplatz.

Gegen Veganer und Vegetarier hat der Michl Müller "nix", schon eher gegen die "Flexitarier, die Fleisch nur von angefahrenen Tieren essen". Und dann gibt es da noch die Bio-Gärtner, die auf den eigenen Garten schwören, "am liebsten mit viel Blaukorn". Der "Dregg-Sagg" aktualisiert sein Programm. Er gibt sein Insider-Wissen preis und weiß, dass Bastian Schweinsteiger zum FC Bayern zurückkehrt. Allerdings nicht als Präsident. "Den soll Uli Hoeness machen, der war schließlich auf Fortbildung weg". In Venedig würde Michl Müller nicht heiraten: "Da steht einem ja schon bei der Hochzeit das Wasser bis zum Hals". Den "Brexit" beurteilt der Kabarettist aus "kulinarischer" Sicht. "Das ist kein Schaden für Europa". Auf "Fish und Chips" könne er leicht verzichten, so Michl Müller, auch auf "After Eight", das in seinem Schrank regelmäßig das Haltbarkeitsdatum überlebt. Michl Müller will jetzt "den Konstantin Wecker machen" und nur noch Protestlieder singen. Das Problem: Wie soll er die Fleischerfachverkäuferin und die Ingwerreibe darin unterbringen. So bleibt er doch lieber bei den einfach gestrickten Songs, die in einen Chorgesang mit dem Publikum münden: "Ich werde nie ein Schmetterling".
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